Karma für den Gewerbepark
Ansiedlung Pflegeprodukte für Wasserbetten kommen künftig aus Sandkrug
Freuen sich über den Fortschritt auf der Baustelle: Kerstin Eilers (2. von rechts) mit Sohn Eilert (rechts), Tochter Frauke Rieger (2. von links) und Architekt Rainer Speckmann. BILD: Christian Korte 
von Christian Korte
Sandkrug - Was passiert eigentlich mit dem Wasser in einem Wasserbett, wenn es über Monate in der Matratze war? Wenn der Besitzer nicht aufpasst, fängt es an übel zu riechen – auch durch die Umhüllung hindurch. Damit das nicht passiert, muss man chemische Zusätze in das Wasser geben, und ist es passiert, sollen andere Stoffe den Geruch wieder neutralisieren.
Die Produkte von Karmachemie sollen noch mehr als das bewirken. Durch die Matratze hindurch verströmen sie einen Duft nach Vanille oder Lavendel. „Das Schlafzimmer hat doch etwas mit Wellness und Entspannung zu tun“ fand Kerstin Eilers, die das Unternehmen 2004 in Oldenburg gründete, weil sie mit den existieren Produkten für ihr eigenes Wasserbett nicht zufrieden war.
Heute sind Hersteller und große Wasserbettenhäuser ihre Kunden, mit den Herstellern kooperiert Karmachemie auch in der Entwicklung neuer Produkte. Künftig passiert das, genau wie die Produktion im Sandkruger Gewerbepark. Dort, an der Theodor-Heuss-Straße, baut Karmachemie derzeit einen neuen Betriebssitz.
„In Oldenburg mussten wir große Aufträge schon ablehnen, weil unsere Kapazitäten nicht ausreichten“, erklärt Kerstin Eilers. Für Sandkrug sprachen gleich mehrere Gründe. Sohn Eilert, der wie Tochter Frauke Rieger im Familienbetrieb mitarbeitet, wohnte bereits in Streekermoor. Er schwärmte so sehr von dem Ort, das Kerstin Eilers nicht nur den Firmen- sondern auch ihren privaten Wohnsitz nach Sandkrug verlegte.
Für das Unternehmen gibt es hier genug Platz und eine günstige Verkehrsanbindung. Und weil Karmachemie ein Familienunternehmen ist, spielte auch die Nähe von Kindergärten und Schulen eine Rolle. „Das ist nicht nur für uns, sondern auch für unsere Mitarbeiter ein Vorteil“, ist Kerstin Eilers überzeugt. Bisher arbeiten neben den Familienmitgliedern zwei Halbtagskräfte im Unternehmen, in Sandkrug sollen mehrere Arbeitsplätze dazu kommen.
Im Gewerbepark baut Karmachemie 350m² Büro- und 500m² Produktionsfläche. Mögliche spätere Erweiterungen sind bereits berücksichtigt. Wie bei der Verpackung ihrer Produkte, die deren Wellness-Wert widerspiegeln soll, setzte Kerstin Eilers auch beim Bau auf das Besondere. Den Eingangsbereich hat der Oldenburger Architekt Rainer Speckmann deshalb in Form eines Diamanten geplant – angelehnt an die Firmenlosung „Der Diamant in Sachen Wasserbettenpflege“. „In dieses Gebäude kann nicht einfach in ein paar Jahren ein anderes Unternehmen einziehen.?Wir bauen, um dauerhaft hier zu bleiben“, sagt Kerstin Eilers.
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