Sanierung wird weiter heiß diskutiert
Sportlerheim SPD und FDP wollen sich im Verwaltungsausschuss für ursprüngliche Lösung einsetzen
Wollen die ursprüngliche Lösung für die Sanierung durchsetzen: Vertreter von FDP und Schwarz-Weiss Oldenburg beim Ortstermin. BILD: Christian Korte 
von Christian Korte
Sandkrug - Nach einer turbulenten Sitzung im Schul-, Bildungs- und Kulturausschuss der Gemeinde (Die NWZ berichtete) wird die Sanierung des maroden Sportlerheims von Schwarz-Weiß Oldenburg auf der Sportanlage an der Bahn weiter heiß diskutiert.
FDP und SPD wollen dafür kämpfen, dass in der nächsten Verwaltungsausschusssitzung die ursprüngliche, in mehreren vorherigen Sitzungen erarbeitete, Beschlussempfehlung umgesetzt und dann im Gemeinderat am 29. Februar verabschiedet wird.
Vertreter der Liberalen trafen sich am Dienstagabend mit Mitgliedern des Vereins auf der Anlage. FDP-Chef Niels-Christian Heins betonte, dass es sich um Flächen und Gebäude im Gemeindebesitz handele und der Verein bereits zugesagt hatte, mit erheblichem Einsatz zur Reduzierung der Sanierungskosten beizutragen.
Ideeler Wert
Die Vertreter der Schwarz-Weiß-Fußballabteilung erinnerten an den besonderen ideellen Wert, den das Gebäude mit der historischen Tribüne habe und daran, dass der Verein zur Finanzierung des Eigenanteils gerade die Beiträge erhöht hat.
Streitpunkt ist unter anderem der von Schwarz-Weiss gewünschte Erhalt der Platzwart-Wohnung. Die CDU begrüße ausdrücklich die Bereitschaft des Vereins zur finanziellen Beteiligung und unterstütze die Neugestaltung – sei es durch Sanierung oder, wie von der CDU vorgeschlagen, durch einen Neubau, schreibt Vorsitzende der Hatter Union, Manfred Huck, in einer Stellungnahme. Die Platzwartwohnung halte die CDU aber für einen Luxus, den auch kein anderer Verein in der Gemeinde habe.
Vertreter von Schwarz-Weiss hatten in der Vergangenheit auf die Lage des Platzes hingewiesen, der eine Aufsicht besonders nachts erforderlich mache.
Diese Haltung unterstützt der Hatter SPD-Vorsitzende Helmut Koopmann. „Sonst müsste man den Platz für viel Geld komplett einzäunen, so wie das an der Waldschule auch ist. Aber was macht man mit der vorhandenen Platzwart-Wohnung, wenn sie nicht saniert wird? Schließt man die einfach ab? Da ist es doch besser, zu sanieren und Miete zu bekommen.“
Für die Gruppe Bürgerfrische/Die Linke erklärte Michael Steegmann, er und Holger Gerdes hätten nach den ihnen vorliegenden Informationen einen Abriss und Neubau für sinnvoller gehalten. Sollten sich aus Gesprächen mit dem Verein oder anderen Fraktionen neue Erkenntnisse ergeben, sei er bereit, seine Haltung auch zu ändern.
Schwarz-Weiss Oldenburg stellt inzwischen seine Zusicherung in Frage, für die Sanierung als Bauherr aufzutreten und dafür Zuschüsse zu beantragen. Der Verein könne nicht riskieren, auf einer beachtlichen Investitionssumme sitzen zu bleiben, wenn die Zusage der Gemeinde fehle, die Restfinanzierung abzudecken, erklärt der Vorsitzende Manfred Süthoff.
Weiter Klärungsbedarf
Zur Abstimmung sieht der SPD-Fraktionschef und stellvertretende SWO-Vorsitzende Hans-Herrmann Siemers, der an der Fachausschusssitzung als Vertretung teilgenommen hatte, weiter Klärungsbedarf. Er habe nach einem Hinweis der Bürgermeisterin auf eine mögliche Befangenheit nicht an der entscheidenden Abstimmung zu einem Tagesordnungspunkt teilgenommen, weil er keine Möglichkeit für eine schnelle Klärung gesehen habe. Im Nachhinein sei klar, so erklärte Siemers jetzt, dass er nach den gesetzlichen Vorgaben hätte abstimmen dürfen. Eine andere Regelung, so der SPD-Fraktionschef, mache auch keinen Sinn, weil sonst ständig ehrenamtliche Vereinsvorstände in gewählten Parlamenten als befangen gelten müssten.
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