Wandel in der Gemeinde im Fokus
777 JAHRE HUDE Neuer Kalender kombiniert historische Ansichten mit aktuellen Ebenbildern
Druckfrisch: Fachbereichsleiter Uwe Schubert (von links), Fotograf Michael Stephan und Druckerei-Inhaber Hans-Jürgen Behrends präsentieren den neuen Hude-Kalender. BILD: ONNEN 
VON STEPHAN ONNEN
Hude - Wo vor rund 100
Jahren Gas für die Straßenbeleuchtung fabriziert wurde, werden heute Versicherungen verkauft. Die Gegenüberstellung der früheren „Gasanstalt“ und des Geschäftshauses an der Parkstraße 39/Ecke Dr.-Gustav-Thye-Straße zählt zu den reizvollen Gegensätzen, die der neue Jahreskalender „Hude im Wandel der Zeit“ bietet.
Die Idee zu diesem Kalender als Beitrag zur 777-Jahr-Feier hatte der Inhaber der Druckerei „Bedruckt“, Hans-Jürgen Behrends. Er präsentierte das druckfrische Werk am Montag gemeinsam mit Fachbereichsleiter Uwe Schubert und Fotograf Michael Stephan. Schubert lobte den Kalender als „sehr gelungen“: „Das ist ein schönes Projekt zum Abschluss unseres Jubiläumsjahres.“
Der Kalender stellt auf den Monatsblättern zwölf historischen Orts- und Gebäudeansichten ihre aktuellen Ebenbilder gegenüber. Die historischen Aufnahmen wurden aus dem großen Archiv der Aktionsgemeinschaft für Hude (AGfH), das mit Hilfe vieler Bürger entstanden ist, ausgewählt. Die aktuellen Bilder hat der Huder Fotograf Michael Stephan gemacht.
Der Kalender ist in einer Auflage von 500 Stück erschienen und kann ab sofort zum Preis von 9,50 Euro in der Buchhandlung „Lesen und mehr“, bei Tabakwaren Wessel und „Bedruckt“ an der Parkstraße sowie im Schreibwarengeschäft Drees (Hohe Straße) erworben werden.
Bei jedem verkauften Kalender kommt jeweils ein Euro der Huder Bürgerstiftung, die im nächsten Jahr gegründet werden soll, zu Gute. Ein Beiblatt zum Kalender informiert über den Stand des Vorhabens. Die unabhängige Stiftung soll Projekte in den Bereichen Jugend, Sport, Kunst, Kultur und Soziales unterstützen.
Mit „Hude im Wandel der Zeit“ setzt Druckerei-Inhaber Hans-Jürgen Behrends die Reihe von Kalenderveröffentlichungen fort. Bereits für die Jahre 2006 und 2008 wurden erfolgreich Kalender mit Lokalkolorit angeboten.
Dafür, dass das Gemeindejubiläum in schöner Erinnerung bleibt, sorgt auch eine CD mit Fotos, die Michael Stephan im Auftrag der Gemeinde Hude während des Veranstaltungsmarathons gemacht hat. Wer daran Interesse hat, kann sich im Rathaus bei Uwe Schubert unter 04408/921332 melden.
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„Müssen viel und offen miteinander reden“
„Ich bin ziemlich tief ins Wasser geworfen worden“, zieht Carsten Harings sein Fazit gleich zu Anfang des Gesprächs. 100 Tage ist er als Erster Kreisrat im Landkreis Oldenburg im Amt, vom ersten Tag an musste er gleich den Landrat vertreten. Zu Gast im Huder Rathaus hat Harings am Mittwoch mit Bürgermeister Axel Jahnz über seine Erfahrungen und die Entwicklungen in der Gemeinde Hude gesprochenmehr
Training für den „Schlabbermuskel“
Beinpresse, Hyperextension, Scottcurlbank - besonders vertrauenerweckend klingen die Namen der Geräte im TV-Fitnessstudio in Hude nicht gerade. Die sieben Damen des Landfrauenvereins Wüsting lassen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Geduldig und interessiert hören sie sich an, wie Studioleiterin Steffi Koch und Mitarbeiter Leon Zdarsky reihum die Funktionen der Geräte erklären und vorführen.
Für die Damen ist es eine Premiere. So etwas hatten sie bislang noch nicht gemacht. „Wir haben uns gedacht, viele Frauen gehen nicht allein ins Fitnessstudio, sondern mit Frauen, die sie kennen“, erklärt Lore Spreen die Idee hinter der Aktion.
Radfahren als Einstieg
„Es geht ums Ausprobieren“, sagt Lore Spreen. „Wir machen das aus Spaß an der Freude.“ Aber nicht nur: Fit bleiben, etwas für die Gesundheit tun, Muskeln aufbauen, auch das sei wichtig, sagen ihre Freundinnen.
Zunächst ist aber Radeln angesagt. Als die Gruppe auf den Fahrrädern sitzt, schaut Steffi Koch zufrieden in die Runde: „Alles bewegt sich.“ Noch hält sich die Arbeit in Grenzen, für die meisten der Damen gehört Radfahren zum Alltag.
Wild drauflos trainiert wird nicht: Steffi Koch und Leon Zdarsky nehmen Rücksicht auf Rücken- oder Hüftprobleme, alles geschieht unter Anleitung und Aufsicht. „Wir geben jedem, was zu ihm passt.“ Das Studio ist auf Gesundheits- und Präventionssport spezialisiert.
Dann geht es los: Gegen krumme Haltung durch zu viel Büroarbeit gibt es den „Reverse Butterfly“, auch Bizeps, Beine oder Bauch werden an eigenen Geräten trainiert. Die Landfrauengruppe nimmt es locker und lässt es sanft angehen. Gewichte werden bewegt, auf „halben Bällen“ wird lächelnd balanciert.
Klassische Frauenübung
Besonderen Wert legt Steffi Koch auf das Training des „Schlabbermuskels“, wie sie den Trizeps mit einem Augenzwinkern nennt. „Das ist die klassische Übung, die jede Frau machen möchte“, sagt sie. „Männer sind mehr am Aufbau ihrer Brustmuskulatur interessiert.“ Also trainieren die Damen den Trizeps, angefeuert von Steffi Koch: „Da geht aber noch ein Gewicht“, sagt sie - und tatsächlich: Es geht noch eines.
Sorge um Muskelkater haben die Damen nicht, und wenn sich eine der Frauen um die klischeehaften baumstammdicken Arme und Beine der Bodybuilder Gedanken machen sollte, wird sie ebenfalls von Steffi Koch beruhigt: „Wie Popeye geht hier keiner raus, keine Sorge.“ Das brauche ewig und gehe nicht von heute auf morgen. Die Muskeln gewöhnen sich aber an die Arbeit. Beim nächsten Mal wären schon mehr Gewichte und längere Trainingszeiten an den Geräten nötig.
Gelohnt hat sich die Aktion in Hude am Ende nicht nur für die Muskeln. Auch die Damen des Landfrauenvereins Wüsting sind zufrieden mit dem Besuch im Huder Fitnessstudio. Die Wangen sind etwas röter, und die Damen um eine Erfahrung reicher.
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