Auf einem Tisch um die ganze Welt
GASTRONOMIE Restaurant-Azubi der Klosterschänke wird Jugendmeisterin
Bei der Arbeit: Wein präsentieren gehört für Mareike Lüttmann dazu. Über ihre Auszeichnung freut sich auch Chef Jens Burgdorf (kleines Bild). BILDER: GERARDS 
VON ULRIKE GERARDS
Hude - Mit einer Reise um die Welt zum Meistertitel: Mareike Lüttmann ist Auszubildende zur Restaurantfachfrau in der Klosterschänke. Nun holte sie sich in ihrer Berufsgruppe den Titel Oldenburger Jugendmeisterin 2010.
Zu den Wettbewerbsdisziplinen zählten Servieren, Flambieren, Cocktailmixen und das Unterscheiden von Deko-Stoffen. Hauptaufgabe war aber das Eindecken eines Tisches nach dem Motto „In 80 Tagen um die Welt“.
„Ich hatte eineinhalb Monate Zeit mich vorzubereiten. Und alle im Betrieb haben geholfen“, freut sich die Siegerin. Die Kollegen aus der Küche stellten mit ihr das Menü zusammen, eine Kombination aus Gerichten von vier Kontinenten. Die Menükarten waren als Flaschenpost getarnt. Außerdem zierten Karten der Kontinente, Bilder und Figuren, wie Eisenbahn und Elefanten, den Tisch. Die besten sechs Schüler der Berufsbildenden Schulen III in Oldenburg durften beim Wettbewerb antreten.
Vor zweieinhalb Jahren ist die gebürtige Zwischenahnerin für die Ausbildungsstelle in der Klosterschänke nach Hude gezogen. Für die Arbeit dort findet sie nur gute Worte: „Das ist das Beste, was mir passieren konnte“, strahlt sie. Ihr gefällt die gemütliche Atmosphäre dort. „Ich traue mich hier alles zu fragen. Es ist wirklich wie ein kleine Familie.“
Und die ist nun mächtig stolz auf die Preisträgerin. Aber die Klosterschänke ist durchaus Erfolg gewohnt. Insgesamt viermal ging die Jugendmeisterschaft nach Hude, so auch an Chef Jens Burgdorf.
Die Gastronomie ist für Mareike Lüttmann zur Leidenschaft geworden. Immer wenn sie mit Familie oder Freunden essen geht, prüft sie kritisch, was passiert: „Meine beste Freundin dreht schon durch, wenn wir essen gehen. Ich muss nichts mehr sagen. Sie merkt schon, wenn mir auffällt, dass die Servietten oder das Besteck nicht richtig liegen“, sagt Mareike Lüttmann und lacht.
Im April tritt sie nun bei den Niedersächsischen Meisterschaften an. Nach der Ausbildung zieht es sie in die Ferne. „Ich bleibe nach meiner Ausbildung noch ein Jahr hier. Dann würde ich gerne ins Ausland gehen. Vielleicht nach Australien oder auf ein Schiff.“
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