Rechnungsprüfer vergeben gute Noten
HAUSHALT Rat erteilt Bürgermeister Entlastung – CDU sieht Personalkosten kritisch
Hude - Die Gemeinde Hude steht in finanzieller Hinsicht auf einer soliden Basis. Das hat der Gemeinderat jetzt schwarz auf weiß bekommen: Das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Oldenburg hat die Finanzen des Jahres 2008 unter die Lupe genommen und bescheinigt der Gemeinde, dass sich die Haushaltslage „weiter positiv entwickelt“ hat.
Die Prüfer loben in ihrem Bericht, dass die Gemeinde bemüht ist, die Verschuldung abzubauen und die Zins- und Kreditbelastungen zu reduzieren. Wenn dieser Konsolidierungskurs fortgesetzt werde, sei die Gemeinde Hude in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen und geplante Investitionen umzusetzen. Grund genug für den Gemeinderat, Bürgermeister Axel Jahnz für das Haushaltsjahr 2008 Entlastung zu erteilen. Diesen Beschluss fasste der Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig bei drei Enthaltungen.
Der Schuldenstand betrug Ende 2008 rund 5,6 Millionen Euro (2007 waren es noch 6,2 Millionen Euro gewesen). Pro Einwohner stand die Gemeinde mit 356,50 Euro in der Kreide. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert der niedersächsischen Gemeinden lag bei 522,27 Euro. Den Schuldenabbau hat die Gemeinde seitdem vorangetrieben. Bis Ende 2009 wurde der Schuldenberg bis auf rund vier Millionen Euro reduziert. Die Pro-Kopf-Verschuldung sank auf 262 Euro.
Die Personalkosten der Gemeinde Hude betrugen im Haushaltsjahr 2008 rund 4,7 Millionen Euro. Daraus ergaben sich Kosten pro Einwohner in Höhe von 300,91 Euro. Damit arbeitete die Gemeindeverwaltung etwas günstiger als im Landkreis-Durchschnitt (304,32 Euro). Der Landesdurchschnitt lag indes nur bei 252,12 Euro. In der Debatte um den Haushalt für 2010 beklagte CDU-Fraktionschef Horst Linnemann, dass die Personalkosten künftig weiter ansteigen: „Es werden 1,4 Stellen neu geschaffen.“ Die CDU verweigere sich zwar nicht einer befristeten Einstellung, um den durch die Einführung des neuen Haushaltssystems verursachten Mehraufwand zu bewältigen. Geld für den Aufbau eines Gebäudemanagements, für Software und Personal auszugeben, ohne dass vorher eine Kosten- und Leistungsrechnung eingeführt ist, sieht Linnemann aber kritisch.
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