Die Lkw-Menge wird sich mehr als verdreifachen
Verkehrsprognose Große Ausbaulösung führt zu starkem Anstieg auf Nordseite der Vielstedter Straße
Hude - – Die „große Lösung“ führt zu mehr Verkehr, ohne die „Bremse“ in Form des bisherigen einspurigen Tunnels werden vor allem Lastwagenfahrer häufiger die K 226 nutzen – diese (wenig überraschende) Erkenntnis geht aus dem Verkehrsgutachten hervor, das Planer Michael Meier am Mittwochnachmittag im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt vorstellte.
Prognose für das Jahr 2025
Sollte die Kreuzung K 226/Hohe Straße/ Burgstraße mit einem Kreisverkehr und einem neuen zweispurigen Tunnel, der über eine Durchfahrtshöhe von 4,50 Metern verfügt, ausgebaut werden, wird sich der Lkw-Verkehr auf der Nordseite der Vielstedter Straße bis zum Jahr 2025 im Gegensatz zum heutigen Zustand mehr als verdreifachen. Prognostiziert wird eine Zunahme auf diesem Teilstück um rund 250 Prozent.
Nach einer im Dezember vorgenommenen Verkehrszählung wird die Vielstedter Straße „Nord“ derzeit von 49 Lkw täglich frequentiert. Durch die „normale“ Siedlungs- und Gewerbeentwicklung wird bis 2025 eine Steigerung um 22,4 Prozent auf 60 Lastwagen prognostiziert. Bei einem Ausbau nach „großer Lösung“ wird sich dieser Wert noch einmal um 183,3 Prozent (auf 170 Fahrzeuge) erhöhen.
Insgesamt wird die Nordseite derzeit von 6362 Pkw und Lkw täglich fahren. Verändert sich nichts am Tunnel, wird das Verkehrsaufkommen um 5,8 Prozent auf 6730 Kfz ansteigen, kommen Kreisel und neue Bahnunterführung hinzu, erhöht sich die Menge um weitere 8,6 Prozent auf 7310.
Der am zweitstärksten frequentierte Kreuzungsast ist die Burgstraße: Hier wird erwartet, dass der tägliche Verkehr ohne Kreisel und Tunnel-Neubau bis 2025 um 24,3 Prozent (auf 6380 Fahrzeuge) steigt, mit den neuen Bauwerken sollen es 6680 Fahrzeuge sein.
Ohne Kreuzungsausbau würde der Verkehr auf der Südseite der Vielstedter Straße in den nächsten 15 Jahren um 16 Prozent (auf 5060 Fahrzeuge) ansteigen, nach einem Ausbau geht das Verkehrsgutachten von 5130 Fahrzeugen täglich aus.
Hohe Straße entlastet
„Nutznießer“ der neuen Planung wäre die Hohe Straße: Dort würde im Jahr 2025 die zusätzliche Veränderung durch Kreisel und Tunnelneubau mit einem Plus von 1,3 Prozent am geringsten ausfallen, der Schwerverkehr sogar um 12,5 Prozent abnehmen.
„Die Entlastung der Hohe Straße ist am wenigsten dringlich“, kommentierte FDP-Fraktionschef Rolf Schote die Zahlen. „Wir müssen die Entwicklung auf der anderen Seite des Ortes kennen.“ So sollen jetzt nach einmütigem Willen des Ausschusses Prognosen für die Parkstraße nachgeliefert werden.
88 Wochen werden für den Bau eines neuen zweispurigen Tunnels und eines Kreisverkehrs veranschlagt. Während der ersten 43 Wochen werden Spundwände in der Baugrube gesetzt, wird das Rahmenbauwerk erstellt und später in den Bahnkörper eingeschoben. Parallel dazu werden die Kreiselanbindungen mit Spundwänden versehen und als Trogstrecken angelegt. Während dieser Zeit soll es eine Umleitung über das Grundstück der ehemaligen Gaststätte „La Villa“ geben, die zuvor abgerissen werden würde. Eine Sperrung des Kreuzungsbereiches aus Richtung Norden und Westen ist während der gesamten Bauzeit nicht erforderlich.
In der letzten Bauphase, die 37 Wochen umfasst, müssen die Zufahrten aus Richtung Süden (Vielsteder Straße) und Osten (Hohe Straße) voll gesperrt werden.
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