Gespenstergeschichten und Gebrauchsanweisung
Celtic Days Spannende Lesungen mit Martin von Maydell und Ralf Sotscheck
Hude - Geister und Feen, Sagen und Legenden – wo der Glaube an die Wesen der Unter- und der Anderswelt so lebendig ist wie in Irland, Schottland und Wales, bleibt es nicht aus, dass auch große Literaten sich dieser Wesen annehmen und sie in ihren Geschichten verewigen. So war Bram Stoker („Dracula“) Ire, und Robert Louis Stevenson, der durch den Roman „Die Schatzinsel“ berühmt wurde, kam aus Schottland. Und auch im 20. Jahrhundert schrieben Autoren wie Richard Hughes und Ronald Chetwynd-Hayes eindringliche und eigensinnige Geschichten. Der Huder Martin von Maydell sammelt seit 20 Jahren Gespenstergeschichten aus aller Welt. An diesem Freitag wird er bei den Celtic Days mit geschulter Stimme einiger Perlen dieser Sammlung zum besten geben – stilecht bei Kaminfeuer um Mitternacht. Beginn ist 23 Uhr im Kreativzentrum an der Von-Witzleben-Allee 4.
Zuvor gibt Autor Ralf Sotscheck im Literaturstudio im Nebengebäude des Kulturhofes eine „Gebrauchsanweisung für Irland“. Beginn ist am Freitag um 17 Uhr. Mit irisch inspirierter Fabulierlust lässt Sotscheck das bunte Mosaik einer Nation zwischen keltischer Tradition und Zukunftsfragen entstehen. Irland ist vielleicht der Flecken Erde mit den meisten Klischees pro Quadratmeter. Was den Irlandreisenden aber wirklich erwartet, will Sotscheck in seiner Lesung vermitteln: Eine der jüngsten Bevölkerungen, die nach zwanzig Jahren Wirtschaftsboom wieder auf den Boden der Tatsachen geholt wurde. Doppelt so viele Schafe wie Menschen. Viel Regen, schwarzes Bier, Bingohallen, eine eigentümliche Sprache, Größen der Weltliteratur von Joyce bis McCourt.
Ralf Sotscheck ist auch am Sonnabend, 13. März, im Literaturstudio zu Gast. In der um 17 Uhr beginnenden Lesung rückt er Nordirlands Literatur und Politik in den Mittelpunkt. Der Eintritt für die drei Lesungen kostet jeweils fünf Euro.
NWZ-Spezial: Informationen & Bilder von den Celtic Days in Hude.
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