HUDE, 13. März 2010


Grober Unfug von der Grünen Insel

Celtic Days Perfekter Mix mit irischen Songs und Geschichten


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Die Mischung macht’s: Die Musiker Dermot Hyde (links) und Nadia Birkenstock harmonierten bestens mit Autor Ralf Sotscheck (ovales Bild). BILDer (2): Ulrike Johannsmann  Bild vergrößern

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Hude - Volles Haus bei den „Celtic Days“: Zum musikalisch-literarischen Abend „Geschichten, Musik und grober Unfug von der Grünen Insel“ kamen am Donnerstag mehr als 60 Besucher in den Kulturhof.

Uneins waren sich die Veranstalter, ob die Zuhörer angelockt wurden von der Harfenistin Nadia Birkenstock, die sich mit ihrem außergewöhnlichen Spiel und ihrer klaren Stimme auf den Celtic Days der Vorjahre bereits eine feste Fangemeinde geschaffen hat. Oder ob sie den Flötentönen von Dermot Hyde folgten wie einst die Kinder dem Rattenfänger von Hameln. Vielleicht war es aber auch die verführerisch klingende Ankündigung, dass „grober Unfug von der Grünen Insel“ von Autor Ralf Sotscheck zu Gehör gebracht wird?

Fest steht jedenfalls, dass den Veranstaltern mit dieser wohldosierten Mischung von irischer Musik, irischem Charme und irischen Geschichten und mit der Wahl der Künstler ein besonders guter Streich gelungen ist.

Nadia Birkenstock überzeugte wieder einmal mit kraftvoller und lebhafter Harfenmusik, ihr Stimme füllte den Raum, ihre Moderationen waren amüsant und charmant. Dermot Hyde erweckte seine Instrumente vor den Zuhörern zum Leben, mit seiner Tin Whistle und seinem sensiblen Dudelsack Gertie nahm er die Zuhörer mit auf eine Reise durch die traditionelle Musik aus Irland und Schottland, das Zusammenspiel mit Nadia Birkenstock war ein wahrer Hörgenuss.

Der seit 25 Jahren in Irland lebende Ralf Sotscheck, einer der gefragtesten Autoren, wenn es um die Belange der grünen Insel geht, klärte die Zuhörer darüber auf, dass in Irland als Gentleman gilt, wer Dudelsack spielen kann, es aber nicht tut und brachte sein Publikum im Anschluss mit Kurzgeschichten und Anekdötchen immer wieder zum Schmunzeln.

Seine harmlos anmutenden Plaudereien und kritischen Betrachtungen, die gespickt waren mit Ironie und Wortwitz, lösten beim Publikum wahre Lachsalven aus. Sotscheck erzählte beiläufig über das Wetter in Irland, berichtete kurzweilig von einer langweiligen Diashow, der er nicht entrinnen konnte, und amüsierte seine Zuhörer mit Geschichtchen über ertrunkene Handys oder Pensionen in Schottland.

Am Ende des Abends zollte das Publikum den drei Künstlern mit langanhaltendem Applaus seinen Respekt, belohnt wurden es dafür mit zwei Zugaben.

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