Hude könnte 2011 zum Zug kommen
Zuschüsse Gemeinde stellt neuen Antrag auf Fördermittel für Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes
von Stephan Onnen
Hude - Wer auf Gehhilfen oder gar einen Rollstuhl angewiesen ist, schweres Gepäck schleppen muss oder einen Kinderwagen mit dabei hat, der stößt auf dem Huder Bahnhof über unüberwindbare Hindernisse. Das ist für Bürgermeister Axel Jahnz, der sich vehement für Barrierefreiheit einsetzt, ein besonderes Ärgernis. Damit die Gemeinde wenigstens in „ihrem“ Bereich – Bahnhofsvorplatz und Tunnelrampen – aktiv werden kann, hat er jetzt noch einmal persönlich das Gespräch mit der Landesnahverkehrsgesellschaft gesucht. Auf deren Zustimmung ist man angewiesen, wenn es um die Bewilligung von Fördermitteln geht.
Jahnz hat das schon seit 2007 vorliegende Umgestaltungskonzept für den Bahnhofsvorplatz gemeinsam mit Fachbereichsleiterin Martina Schneider und Diplom-Ingenieur Heinz Mazur von der Planungsgemeinschaft Dr. Theine in Hannover erörtert. Ergebnis: Grundsätzlich ist das Huder Vorhaben, das bei einem Kostenvolumen von 390 000 Euro auf einen 75-prozentigen Zuschuss hofft, förderfähig. Die Gemeinde Hude wird ihren Antrag, der bis zum 31. Mai neu gestellt werden muss, nun noch einmal modifzieren.
Ob die Landesnahverkehrsgesellschaft den Antrag dann für 2011 berücksichtigt, hängt auch vom Tempo ab, mit dem die Bahn ihr Modernisierungprogramm „Niedersachsen ist am Zug“ abarbeitet. Hude zählt zu den 40 Bahnhöfen, die von 2010 bis 2013 barrierefrei umgestaltet werden sollen. Geplant sind die Anhebung der Bahnsteige sowie der Einbau von Fahrstühlen. Im „Laufe des Sommers“, so Fachbereichsleiterin Martina Schneider, wolle die Bahn ihre Planung vorlegen. „Dann wissen wir, wie es weitergeht. Beide Maßnahmen zeitlich parallel umzusetzen, ist nicht sinnvoll. Wir könnten in 2011 beginnen und der Bahnhof einige Monate später folgen“, hofft Schneider.
Die Vorgaben der Landesnahverkehrsgesellschaft für den Umbau des Bahnhofsvorplatzes sehen vor, dass Gelenkbusse das Areal umfahren können. Um das zu ermöglichen, soll die Fahrbahn – ausgehend von der bestehenden Zufahrt – in Form einer „6“ geführt werden. Folglich wird der Platz durch Fahrbahn und Haltestelle geteilt. Innerhalb des „bauchigen“ Bereiches entstehen Behindertenparkplätze. Das Gefälle der Rampe zum Bahnhofstunnel soll auf sechs Prozent abgemildert werden. Das bedingt eine Verlängerung der Rampe, deren Einfahrt direkt von der Fußgängerampel an der Parkstraße aus erfolgen soll. Gleichzeitig erhält die Rampe eine Kurve, die das Einfahren in den Tunnel aus Richtung „Zeitstrahl” ermöglicht. Beherrschendes Gestaltungselement soll die vorhandene Sonnenuhr bleiben, die indes verschoben werden müsste.
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