Fürs große Jubiläum gewappnet
Schützenverein Albert Steffgen hält alles Wichtige für die Chronik fest
Arbeitet an einer neuen Chronik für den Schützenverein Langenberg: Schriftführer Albert Steffgen. BILD: Anna Zacharias 
von Anna Zacharias
Langenberg - An welchem Tag der Schützenverein Langenberg gegründet wurde, das weiß heute niemand mehr genau. Fest steht, dass es im Jahr 1920 geschah. Anstatt zu Feiern, taten die Schützen das, was sie am Besten können – sie schossen: Der Verein richtete vom 19. bis 21. Mai ein Pokalschießen aus. Schriftführer des Vereins Albert Steffgen arbeitet derweil an der Erweiterung der Vereins-Chronik.
221 Mitglieder zählt der Schützenverein Langenberg heute. Schriftführer Albert Steffgen gehört zum frischen Blut des Vereins. Seit fünf Jahren ist er dabei. „Vor zwölf Jahren sind wir nach Hude gezogen. Mein Sohn Jan ist in den Schützenverein eingetreten und ich habe gesagt: Wenn du Jugendkönig wirst, trete ich auch ein. Als das passierte, musste ich mein Wort halten, und habe das auch nie bereut“, sagt Steffgen.
Digitale Schießanlage
2008 wurde der Vorstand komplett neu gewählt und brachte frischen Wind in den Verein. Rolf Schote trat als Vorsitzender zurück, nachdem er den Verein 18 Jahre lang geführt hatte. Andreas Mehldau wurde sein umtriebiger Nachfolger. Zu den neuen Errungenschaften gehört unter anderem eine digitale Schießanlage, die bei den Kreismeisterschaften in diesem Jahr ihre erste Bewährungsprobe überstand.
„Am Anfang waren viele skeptisch. Anstelle von Pappscheiben werden die Ergebnisse nun auf einem Bildschirm angezeigt, daran muss man sich erst gewöhnen. Aber es klappt einwandfrei“, sagt Steffgen. Diese Technologie muss für die Gründungsmitglieder noch unvorstellbar gewesen sein. Hermann Bultmeyer, Fritz Bultmeyer, Friedrich Petershagen, Hinrich Behrmann, Friedrich Schote, Hinrich Kruse, Bernhard Hedenkamp, Diedrich Voigt, Heinrich Schote, Adolf Ahlers, Heinrich Wachtendorf und Vorsitzender Hinrich Behrmann schlossen sich damals im Schützenverein zusammen.
Damenabteilung ab 1976
„Was ich selber gar nicht wusste ist, dass noch lange nach Kriegsende in Schützenvereinen nicht geschossen werden durfte. So war die längste Amtszeit die des Schützenkönigs Hinrich Mehldau, nämlich von 1939 bis 1952. Dann wurde der Betrieb wieder aufgenommen“, sagt Steffgen. 1960 wurde eine Jugendabteilung gegründet, und 1976 durften endlich auch die Frauen an die Waffen: der SV Langenberg bekam seine Damenabteilung.
Arbeit an Chronik
Die aktuelle Chronik wurde zum 75. Geburtstag fertiggestellt. „Ich arbeite schon seit längerem an einer erweiterten Ausgabe der Chronik und dokumentiere alle wichtigen Ereignisse“, so Steffgen, der sich nach nur fünf Jahren in der Vereinsgeschichte bereits bestens auskennt. Zum 100. Geburtstag soll sie fertig sein.
Ein Blick in die vorhandene Chronik bietet neben Informationen zur Gründung und Entwicklung des Schützenvereins mit lebhaft erzählten Berichten auch viel Anlass zum Schmunzeln. „Iss bloß nicht wieder so viel Bratwurst mit Senf“ mahnt eine Mutter, die sich vor dem Schützenfest Sorgen um das strahlende Jägergrün der Uniform macht.
Wer noch über alte Bilder oder Textdokumente verfügt, wird gebeten, sich bei Steffgen unter Telefon 04408/808033 zu melden, und ihn bei seiner Arbeit zu unterstützen. Ob zum 100-jährigen Bestehen in zehn Jahren auch wieder geschossen werde? „Nein“, sagt Steffgen, „dann wird einfach nur richtig gefeiert“.
Tradition blickt der Schützenverein Langenberg zurück. Zurzeit gehören dem Verein 221 Mitglieder an.
Das sportliche Schießen ist in den vergangenen Jahren immer mehr in den Vordergrund gerückt. Derzeit hat der Verein zwei 5er Mannschaften in der Bezirksoberliga (einmal Luftpistole und einmal Luftgewehr) sowie sechs 3er Mannschaften (drei im Frei Hand-Wettbewerb und drei im Auflage-Wettbewerb). Viele Mitglieder beteiligen sich mit guten Erfolgen an Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften. An der Landesmeisterschaft haben zuletzt 15 Langenberger Aktive (darunter auch Jugendschützen) teilgenommen.
Wichtige Veranstaltungen auf der Langenberger Schießsportanlage sind:
die Kreismeisterschaften vom Schützenkreis Delmenhorst und umzu für Luftgewehr, Luftpistole und KK mit über 300 Teilnehmern; das Langenberger Schützenfest zählt zu den größten im Landkreis Oldenburg und lockt jährlich etwa 4500 Gäste an; das Vergleichsschießen für Firmen, Gruppen, Familien und Gemeinschaften hatte zuletzt rund 85 Teilnehmer; das seit einigen Jahren durchgeführte Marathonschießen zieht regelmäßig etwa 100 Teilnehmer an; Kadertraining des Oldenburger Schützenbundes; außerdem finden noch Versammlungen (z.B. die Jugendversammlung des Oldenburger Schützenbundes) in den Vereinsräumen statt.
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„Müssen viel und offen miteinander reden“
„Ich bin ziemlich tief ins Wasser geworfen worden“, zieht Carsten Harings sein Fazit gleich zu Anfang des Gesprächs. 100 Tage ist er als Erster Kreisrat im Landkreis Oldenburg im Amt, vom ersten Tag an musste er gleich den Landrat vertreten. Zu Gast im Huder Rathaus hat Harings am Mittwoch mit Bürgermeister Axel Jahnz über seine Erfahrungen und die Entwicklungen in der Gemeinde Hude gesprochenmehr
Training für den „Schlabbermuskel“
Beinpresse, Hyperextension, Scottcurlbank - besonders vertrauenerweckend klingen die Namen der Geräte im TV-Fitnessstudio in Hude nicht gerade. Die sieben Damen des Landfrauenvereins Wüsting lassen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Geduldig und interessiert hören sie sich an, wie Studioleiterin Steffi Koch und Mitarbeiter Leon Zdarsky reihum die Funktionen der Geräte erklären und vorführen.
Für die Damen ist es eine Premiere. So etwas hatten sie bislang noch nicht gemacht. „Wir haben uns gedacht, viele Frauen gehen nicht allein ins Fitnessstudio, sondern mit Frauen, die sie kennen“, erklärt Lore Spreen die Idee hinter der Aktion.
Radfahren als Einstieg
„Es geht ums Ausprobieren“, sagt Lore Spreen. „Wir machen das aus Spaß an der Freude.“ Aber nicht nur: Fit bleiben, etwas für die Gesundheit tun, Muskeln aufbauen, auch das sei wichtig, sagen ihre Freundinnen.
Zunächst ist aber Radeln angesagt. Als die Gruppe auf den Fahrrädern sitzt, schaut Steffi Koch zufrieden in die Runde: „Alles bewegt sich.“ Noch hält sich die Arbeit in Grenzen, für die meisten der Damen gehört Radfahren zum Alltag.
Wild drauflos trainiert wird nicht: Steffi Koch und Leon Zdarsky nehmen Rücksicht auf Rücken- oder Hüftprobleme, alles geschieht unter Anleitung und Aufsicht. „Wir geben jedem, was zu ihm passt.“ Das Studio ist auf Gesundheits- und Präventionssport spezialisiert.
Dann geht es los: Gegen krumme Haltung durch zu viel Büroarbeit gibt es den „Reverse Butterfly“, auch Bizeps, Beine oder Bauch werden an eigenen Geräten trainiert. Die Landfrauengruppe nimmt es locker und lässt es sanft angehen. Gewichte werden bewegt, auf „halben Bällen“ wird lächelnd balanciert.
Klassische Frauenübung
Besonderen Wert legt Steffi Koch auf das Training des „Schlabbermuskels“, wie sie den Trizeps mit einem Augenzwinkern nennt. „Das ist die klassische Übung, die jede Frau machen möchte“, sagt sie. „Männer sind mehr am Aufbau ihrer Brustmuskulatur interessiert.“ Also trainieren die Damen den Trizeps, angefeuert von Steffi Koch: „Da geht aber noch ein Gewicht“, sagt sie - und tatsächlich: Es geht noch eines.
Sorge um Muskelkater haben die Damen nicht, und wenn sich eine der Frauen um die klischeehaften baumstammdicken Arme und Beine der Bodybuilder Gedanken machen sollte, wird sie ebenfalls von Steffi Koch beruhigt: „Wie Popeye geht hier keiner raus, keine Sorge.“ Das brauche ewig und gehe nicht von heute auf morgen. Die Muskeln gewöhnen sich aber an die Arbeit. Beim nächsten Mal wären schon mehr Gewichte und längere Trainingszeiten an den Geräten nötig.
Gelohnt hat sich die Aktion in Hude am Ende nicht nur für die Muskeln. Auch die Damen des Landfrauenvereins Wüsting sind zufrieden mit dem Besuch im Huder Fitnessstudio. Die Wangen sind etwas röter, und die Damen um eine Erfahrung reicher.
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