Eigenes Können ist das beste Startkapital
Ausbildung Fachleute geben Entscheidungshilfen – 150 Teilnehmer informieren sich
Informierten über Ausbildungsmöglichkeiten: (von links) Dirk Wiederhold, Insa Coordes, Matthias Morawietz, Wolfgang Kramer und Hans-Joachim Hittenbeck BILD: Ulrike Johannsmann 
Hude - „Schule und dann?“ lautete das Thema der Informationsveranstaltung, die Donnerstagabend im Forum der Peter-Ustinov-Schule stattfand. Durch den Dschungel der unterschiedlichsten Schulformen sowie aller möglichen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten führten drei kompetente Fachleute.
Insa Coordes, Diplom-Sozialpädagogin, begrüßte 150 Interessierte zu der Veranstaltung, die den Jugendlichen, die nur noch wenige Monate die Schulbank drücken, Wege in die Berufswelt aufzeigen sollte. Coordes dankte den Fachberatern Dirk Wiederhold, Hans-Joachim Hittenbeck von den Berufsbildenden Schulen Wildeshausen und Delmenhorst sowie Wolfgang Kramer, Berufsberater bei der Arbeitsagentur Oldenburg, für ihr Kommen.
Viele der anwesenden Schüler hatten schon Ideen, wohin der Berufsweg sie einmal führen soll. Die an diesem Abend präsentierten umfassenden Informationen „aus erster Hand“ fanden die jungen Leute dennoch wichtig für ihren weiteren Ausbildungsweg, denn „man kann sich ja doch erst dann sicher entscheiden, wenn man alle Möglichkeiten kennt“, so ein Teilnehmer.
Wolfgang Kramer gab zunächst einen Überblick über den Ausbildungsmarkt. In Hude stehen in diesem Jahr 13 Ausbildungsplätze für Schüler mit Hauptschul- und 26 Plätze für Schüler mit Realschulabschluss zur Verfügung. In Oldenburg sind es insgesamt 61, in Delmenhorst 27.
Kramer wies darauf hin, dass die Bewerbungen in den letzten fünf Jahren zurückgegangen sind, das Stellenangebot aber seit rund drei Jahren kontinuierlich steigt. Das könnte theoretisch heißen, der Ausbildungsmarkt wäre ausgeglichen, praktisch sei er es aber natürlich nicht, denn es gäbe „beliebte“ Berufe und welche, die nicht so locken. Die Jugendlichen sollten unbedingt ihr Augenmerk darauf richten, dass sie ihre Kompetenzen nicht außer Acht lassen, empfahl der Berufsberater, denn das eigene Können sei das beste Startkapital.
Kramer betonte, dass die Oldenburger Arbeitsagentur nicht nur für Beratungsgespräche zur Verfügung stehe, sondern auch kostenlose Eignungstest Bewerbungsmappen-Check sowie finanzielle Beteiligung an Bewerbungskosten anbiete.
Dirk Wiederhold von der Berufsbildenden Schule (BBS) Wildeshausen, Lehrer für Elektrotechnik und Englisch, erläuterte anschaulich die Angebote der Berufsbildenden Schulen heute. Früher gab es neben den allgemeinbildenden Schulformen im berufsbildenden Bereich lediglich die Berufsschule, die begleitend zur Berufsausbildung besucht wurde. Heute werde den Schülern auf unterschiedlichste Weise der Übergang in die Berufsausbildung erleichtert, so Wiederhold.
Hans-Joachim Hittenbeck gab einen umfassenden Überblick über das Angebot der BBS Delmenhorst.
Da die Anmeldungen für das Schuljahr 2012/2013 bis 20. Februar erfolgen müssen, bietet die BBS in Wildeshausen denjenigen, die die Veranstaltung in Hude verpasst haben, am Dienstag, 7. Februar, eine weitere Möglichkeit, sich über Wege in die Berufswelt zu informieren. In der Widukindhalle (Deekenstraße in Wildeshausen) werden Lehrkräfte aller Berufsfelder der Schule ab 17 Uhr die Schulformen der BBS vorstellen.
Anmeldeformulare und weitere Informationen erhalten Jugendliche in der BBS Wildeshausen, bei der Agentur für Arbeit in Oldenburg oder in der weiterführenden Schule ihrer Wahl.
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