Diskussion um barrierefreien Umbau steckt fest
Bahnhofsvorplatz Verwaltung soll erneut Förderfähigkeit von Fahrstühlen prüfen
Hude - Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt hat die Planung für den barrierefreien Umbau des Huder Bahnhofsvorplatzes noch einmal in die Warteschleife geschickt: Nach fast zweistündiger Diskussion und einer Sitzungsunterbrechung wurde eine Entscheidung am Mittwochabend auf Antrag von Hermann Dunkler-Gronwald (SPD) mit einstimmigem Votum „um 14 Tage“ verschoben. Während dieser Zeit soll die Verwaltung bis zu einer Sondersitzung klären, ob es möglich ist, für eine Fahrstuhl-Lösung auf der Südseite des Bahnhofs in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. Dunkler-Gronwald betonte, dass es nicht darum gehe, die Planung als Ganzes in Frage zu stellen.
Denn dann würde die Gemeinde auf bereits bewilligte Zuschüsse in Höhe von 446 500 Euro verzichten. „Wir können es uns nicht leisten, das Geld verfallen zu lassen“, mahnte Bürgermeister Axel Jahnz. Er plädierte dafür, unabhängig von dem auf der Nordseite geplanten Vorhaben eine neue, mit weniger Steigung versehene Rampen-Lösung auch für die Südseite untersuchen zu lassen.
Kernstück der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes ist der Abriss der alten Rampe zum Bahnhofstunnel, die in neuer Version verlängert werden und eine Kurve erhalten soll, die das Einfahren und Begehen aus Richtung „Zeitstrahl“ ermöglicht.
Diplom-Ingenieur Heinz Mazur (Planungsgesellschaft Verkehrsbau, Hannover) hält das für eine „sehr vorzeigbare Maßnahme“, die die nutzbare Platzfläche im Vergleich zu heute „nicht wesentlich“ einschränke. Vielmehr werde ein „vernünftiges Entree zur Ortsmitte“ geschaffen. Er sei überzeugt von dieser Lösung, die vom Vorsitzenden des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Andreas Otte jedoch erneut kritisiert wurde: „Diese Planung zerpflückt den Bahnhofsvorplatz weiter und reduziert ihn auf eine Verkehrsfläche.“ Eine Fahrstuhl-Lösung sei ausreichend.
Den Einbau eines Fahrstuhls auf der Nordseite hält Planer Mazur im Bereich der Brücke über dem Bahnhofstunnel für möglich. Dies sei als Option denkbar, ohne das Gesamtkonzept zu gefährden. Auf der Südseite könnte ein Aufzug in die Fußgänger- und Radfahrer-Rampe eingebaut werden. Die Kosten für einen Fahrstuhl bezifferte er auf bis zu 350 000 Euro. Laut Mazur sagt die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) zu einer Förderfähigkeit von Fahrstühlen „klipp und klar Nein“. Dass die Bahn die Bahngleise in Hude durch ein Einbau von zwei Aufzügen barrierefrei erreichbar machen will, sei „etwas völlig Anderes“.
Wilfried Siems (CDU) zog die ablehnende Haltung der LNVG in Zweifel: „Das hat sich doch alles geändert.“
- Logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und das Jonglieren mit Zahlen haben 19 Kinder aus den dritten und vierten Klassen der Grundschule Hude-Süd unter Beweis gestellt. Sie nahmen an der dritten Runde der Mathematik-Olympiade teil.mehr
- Der Schützenverein Wüsting zeigt zu seinem Jubiläumsschützenfest über Pfingsten im Saal des Vereinslokals „Wüstenlander Hof“ eine Ausstellung mit vielen alten und auch neueren Bildern zur Vereinsgeschichte.mehr
- Ralf Schepker (SPD) hat in den vergangenen Tagen „gefühlt 100 Stunden Politik gemacht“. Es galt, eine Lösung im Streit über die Lenkung des Baustellenverkehrs, den das Wohnbauprojekt „Heinrich-Viertel“ verursachen wird, zu finden.mehr
- Viel Applaus haben die 25 Kinder des Kindergartens Wüsting am Mittwochvormittag für ihr Theaterstück „Zübaids Reise zur Schneekönigin“ bekommen. Zahlreiche Eltern, Geschwister und Großeltern hatten sich im Kindergarten eingefunden.mehr
- Lediglich 90 Minuten Zeit hatten die Hurreler um Marlies Pape am Mittwoch, um ihr Dorf so gut wie möglich zu präsentieren. Gar keine so leichte Aufgabe, aber Pape hatte die Zeit immer im Blick. Denn die Bewertungskommission sollte möglichst viele positive Eindrücke von Hurrel bekommen.mehr


