HUDE, 23. Februar 2012


Winkler möchte Platzcharakter erhalten wissen

Bahnhof Architekt verweist auf Alternativentwurf aus 2007 – Jahnz in Hannover


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Diese Planungsskizze hat Joachim Winkler für den Huder Bahnhofsvorplatz erstellt.Parkstraße BILD: Stephan Onnen  Bild vergrößern

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Hude - Spät, aber nicht zu spät? Mit einem Alternativentwurf schaltet sich der Wüstinger Landschaftsarchitekt Joachim Winkler in die Diskussion um die barrierefreie Neugestaltung des Huder Bahnhofsvorplatzes ein. Der bisherigen Planung, die dem von der Landesnahverkehrsgesellschaft bewilligten Förderantrag zugrunde liegt, kann Winkler nichts abgewinnen. „Auch viele Bürger und Ratsmitglieder sind damit nicht einverstanden“, weiß der 84-Jährige. Ihm ist ein Dorn im Auge, dass „der Platzcharakter zerstört wird“.

Damit Gelenkbusse das Areal umfahren können, soll die Fahrbahn – ausgehend von der bestehenden Zufahrt von der Parkstraße – in Form einer „9“ geführt werden. Folglich wird der Platz durch Fahrbahn und Haltestelle geteilt. Um das zu vermeiden, schlägt Winkler vor, die Ausfahrt über den Park- und Ride-Parkplatz der Gemeinde zu führen und vor der alten Eiche bei Netto in die Straße „Auf der Nordheide“ münden zu lassen. Dafür würden laut Winkler „zwei bis drei Parkplätze“ des Verbrauchermarktes wegfallen.

Kernstück der aktuellen Umgestaltungspläne ist der Abriss der alten Rampe zum Bahnhofstunnel, die in neuer Version verlängert werden und eine Kurve erhalten soll, die das Einfahren und Begehen aus Richtung „Zeitstrahl“ ermöglicht. Um den Bahnhofsvorplatz unangetastet zu lassen und Raum zu sparen, regt Winkler dagegen an, parallel zur jetzigen Rampenführung ein gegenläufiges Bauwerk zu schaffen, dessen Zugang aus Richtung der Fahrradstellplätze erreicht werden kann. Seinen Vorstellungen zufolge könnte ein Marktbrunnen der Platz-Mittelpunkt werden. Der Gartenarchitekt verweist darauf, dass seine Planungsskizze schon seit 2007 der Gemeindeverwaltung vorliegt. „Es ist schade, dass sie nicht den Ratsgremien vorgelegt worden ist“, bedauert der 84-Jährige.

Am Dienstag, 28. Februar, befasst sich der Ausschuss für Gemeindeentwicklung in einer Sondersitzung (ab 16 Uhr im Feuerwehrhaus) mit der barrierefreien Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes – dann zum dritten Mal innerhalb von sieben Wochen. Dabei wird es aber vorrangig um die Bezuschussung einer ergänzenden Fahrstuhl-Lösung für die Südseite gehen. Die soll laut FDP-Landtagsfraktionschef Christian Dürr grundsätzlich möglich sein – konkrete Einzelheiten will Bürgermeister Axel Jahnz an diesem Freitag bei einem Termin mit der Landesnahverkehrsgesellschaft in Hannover ausloten.

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