WARDENBURG, 6. April 2011


Spannung bei Kampf mit Wölfen

Literatur Autor Alfred Bekker liest Schülern aus seinen aktuellen Büchern vor


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Gebannte Stille: Die Siebtklässler der Everkampschule BILD: Annika Richter  Bild vergrößern

In der Buchhandlung Lesezeit war es mucksmäuschenstill. Dann löcherten ihn die Siebtklässler mit Fragen.

von Annika Richter

Wardenburg - Brian schreit so laut er kann. Die wilden Wölfe, die eben noch über ihr Opfer hergefallen sind, fliegen nun nur durch Brians geballten Willen meterweit nach hinten und prallen auf den Boden. Sie stehen wieder auf, wollen Brian angreifen. Doch der schreit noch einmal, und wieder werden die Wölfe nach hinten katapultiert.

Mit gespannter Miene lauschten am Dienstag 34 Siebtklässler der Everkampschule den Worten von Alfred Bekker. Der Autor war in die Buchhandlung Lesezeit gekommen, um den Hauptschülern aus seinen aktuellen Büchern „Gefährten der Magie“, „Avalon Space Fighter – Weltraumkrieg“ und „Mystic Highschool – Die Zeit der Werwölfe“ – der Geschichte um Brian – vorzulesen.

Erika Wellmann, Inhaberin der Buchhandlung Lesezeit, hatte die Schüler zu der Lesung eingeladen. Mit ihrem Laden hatte sie an der Verlosung „Lesereisen 2011“ des Börsenvereins des deutschen Buchhandels und des Arbeitskreises von Jugendbuchverlagen teilgenommen – und eine Autorenlesung des Buch Verlags Kempen gewonnen.

Die schönste Art des Dankes: das große Interesse der Schüler. Nachdem sie mucksmäuschenstill der Stimme Bekkers gelauscht hatten, löcherten sie ihn anschließend förmlich mit Fragen: „Wie kommen Sie auf Ihre Geschichten?“, „Wie lange brauchen Sie für ein Buch?“, „Wie viele Bücher haben Sie schon geschrieben?“, „Wie hieß Ihr erstes Buch?“, „Schreiben Sie ihre Bücher handschriftlich?“.

Bekker beantwortete geduldig alle Fragen. Schon als der heute 46-Jährige selbst noch Schüler war, schrieb er sein erstes Buch: „Der Namenlose“. Seine erste Veröffentlichung war allerdings erst „Das Gesetz des Don Turner“.

Bekker erzählte den Schülern, wie er von seinem ersten Honorar seine Schreibmaschine gegen einen Computer tauschte – und dann seinen Lehrerberuf gegen den des Autoren. Inzwischen hat er etwa 100 Bücher geschrieben, darunter auch Jerry Cotton-Romane. Gerade hat er das Buch „Drachenattacke“ beendet. Besonders Fantasy-Bücher schreibe er gern, meint er. „Die habe ich selbst früher auch immer gern gelesen.“

Die Schüler waren von der Lesung begeistert: „Die Geschichten waren total spannend, und beim Lesen hat Herr Bekker alles gut betont“, sagte Nadine. „Die Bücher waren genau das Richtige“, freute sich Patrick, denn in seiner Freizeit lese er – wie seine Klassenkameraden – auch gerne Fantasy-Bücher.

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Damit ihnen die Wartezeit bis zur Veröffentlichung des nächsten Bekkers nicht zu lang wird, bekam jeder ein Buch mit „Mutgeschichten“ geschenkt. Und wenn ihnen das nicht reicht, stehen nun auch die aktuellen Bekker-Bücher in der Schulbibliothek.




 

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