Stundenlanger Kampf gegen Flammen
Brand Sieben Ortswehren löschen Feuer im Charlottendorfer Gasthaus „Zum Tüdick“ am Neujahrstag
Ein Großfeuer hat am Neujahrstag in der traditionsreichen Gaststätte „Zum Tüdick“ im Wardenburger Ortsteil Charlottendorf-Ost gewütet. 150 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis konnten den größten Teil des Gebäudes nicht mehr retten. BILD: Christian Korte 
von Christian Korte
Charlottendorf-Ost - Großeinsatz für viele Feuerwehren aus dem Landkreis Oldenburg am Neujahrsmorgen: Um 10.39 Uhr wurde ein Brand in der Gaststätte „Zum Tüdick“ in Charlottendorf-Ost gemeldet. „Als die ersten Feuerwehren eintrafen, brannte das Gebäude aber bereits in voller Ausdehnung“, erklärte Einsatzleiter und Gemeindebrandmeister Herwig Grotelüschen. Der Brand müsse sich bereits einige Zeit vor der Meldung ausgebreitet haben, vermutete Grotelüschen.
Die Helfer begannen zunächst damit, den Hoteltrakt abzusichern, der vom Feuer nur gering betroffen war. Gäste befanden sich zu diesem Zeitpunkt weder im Hotel- noch im Gastronomiebereich des Gebäudes.
Zahlreiche weitere Wehren aus der gesamten Umgebung wurden herbeigerufen, um bei den Löscharbeiten zu helfen.
Nach kurzer Zeit waren insgesamt 150 Feuerwehrleute im Einsatz. Beteiligt waren die Wardenburger Ortsfeuerwehren aus Achternmeer, Littel und Wardenburg, dazu Kameraden aus Sandkrug, Sage, Huntlosen und Wildeshausen. Aus der Kreisstadt kam ein Wagen mit Drehleiter, eine weitere Drehleiter schickte die Oldenburger Feuerwehr nach Charlottendorf.
Besonderer Druck lastete auf den Feuerwehrleuten, weil lange nicht klar war, ob sich ein Mitglied der Betreiberfamilie zum Brandzeitpunkt im Gebäude aufgehalten hatte. Erst nach Stunden stellte sich heraus, dass der Mann wohlauf war, er hatte sich in Oldenburg aufgehalten.
Besorgte Angehörige wurden vom Kriseninterventionsteam der Malteser aus Sandkrug betreut, die zunächst mit regulären Helfern, später auch mit ehrenamtlichen Mitgliedern der schnellen Einsatzgruppe vor Ort waren. Auch die Johanniter aus Ahlhorn schickten Kräfte nach Charlottendorf.
Zudem waren Feuerwehrfahrzeuge des Landkreises im Einsatz, um die Versorgung mit Atemschutzgeräten zu sichern und eine Einsatzzentrale bereitzustellen.
Die Feuerwehr ging von allen Seiten gegen die Brandherde im Gebäude vor, konnte aber nicht verhindern, dass große Teile des Komplexes völlig ausbrannten. Weil durch den enormen Wasserbedarf die Kapazitäten der vorhandenen Leitungen nicht ausreichten, wurden lange Schlauchverbindungen gelegt, die Wehren richteten zudem einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen ein.
Die Oldenburger Straße war im Brandbereich bis gegen 15.45 Uhr für den Verkehr gesperrt. Gegen 17 Uhr war der Einsatz für die meisten Kräfte beendet, die Ortsfeuerwehr Littel stellte noch eine Brandwache und löschte kleinere Glutnester.
Ermittlungen zur Brandursache konnten laut Informationen der Polizei am Sonntag noch nicht aufgenommen werden. Auch die Schadenshöhe ist noch nicht geklärt, liegt nach Schätzungen der Polizei aber mindestens im hohen sechsstelligen Bereich.
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