Neuer Schwung für den Präventionsrat
Umgestaltung Eintrittshürde zum Mitmachen wird kleiner – Verein für Arbeit und Umwelt will einsteigen
von Werner Fademrecht
Wardenburg - Mit dem neuen Gemeinderat und seinen Fachausschüssen kommt jetzt auch in den Präventionsrat Bewegung. Das Gremium, das mit Initiativen den Schutz vor Suchtgefahren und Kriminalität in der Gemeinde stärkt, wird künftig schlagkräftiger.
Verein will mitmachen
Im Gegenzug soll eine einmal jährlich tagende Vollversammlung installiert werden, die Mitglieder in den Präventionsrat entsendet. So sieht es ein Beschlussentwurf vor, der bereits den Sozial- und Verwaltungsausschuss (VA) passiert hat.
Im einflussreichen VA fand FWG-Ratsherr Eckhardt Hildebrandt mehrheitliche Unterstützung für seinen Antrag, künftig den Verein für Arbeit und Umwelt, der u.a. den Wertstoffhof und die Kompostierungsanlage am Laufen hält, sowohl in die Vollversammlung als auch den Präventionsrat aufzunehmen. Er setzte sich auch mit der Forderung durch, den Einfluss der Gemeindeverwaltung auf die Tagesordnung des Gremiums zu verringern. Nicht die Bürgermeisterin, sondern der zukünftige Präventionsratsvorsitzende solle über die Tagesordnungspunkte entscheiden. Das letzte Wort in der Sache hat allerdings der Gemeinderat, der auf seiner nächsten Sitzung über die Änderungen der Präventionsratsrichtlinien abzustimmen hat.
Geheime Wahl
Fest steht bereits jetzt, dass der künftige Präventionsrat für das „Tagesgeschäft“ verantwortlich sein wird. Seine Mitglieder tagen mindestens einmal im Quartal, bei Bedarf auch öfter. Der neue Richtlinienentwurf sieht vor, dass der auf der ersten Sitzung in diesem Jahr in geheimer Wahl bestimmte Vorsitzende zugleich auch die Vollversammlung anführt. Generell hoffen alle Beteiligten, durch die organisatorischen Veränderungen auch die Eintrittshürde für engagierte Bürger niedriger zu gestalten: Musste bislang erst der VA der Gemeinde einem entsprechenden Vorschlag aus dem Präventionsrat zustimmen, reicht künftig ein einfacher Beschluss der damit autonomer werdenden Vollversammlung und des Präventionsrates aus.
Die Ratsfraktionen dürften diesen kleinen Verlust an Einfluss verschmerzen. „Wir sind doch froh, wenn möglichst viele sich für die Sache engagieren“, bringt es Armin Köpke (CDU), der Vorsitzende der größten Fraktion auf den Punkt.
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