Schüler schicken Roboter um die Ecke

COMPUTER Informatik-Kurs der Realschule nimmt an Projekt der Universität Oldenburg teil


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Matthias Müller (links) und Jan Kaemena versuchen sich an der Programmierung des Lego-Roboters. BILD: GRAWE Bild vergrößern

VIER STUDIERENDE ZEIGEN ACHTKLÄSSLERN, WIE MAN ROBOTER PROGRAMMIERT. DAS SOLL DEN SCHÜLERN LUST AUF MEHR MACHEN.

VON ELENA GRAWE

Wildeshausen - Der Roboter ist an den Computer angeschlossen, auf dem Monitor leuchtet die Benutzeroberfläche. Mit Mausklicks reihen Matthias Müller und Jan Kaemena verschiedene Symbole aneinander, um ihren Roboter fünf Sekunden geradeaus und drei Sekunden rückwärts fahren zu lassen. Für die beiden 14-Jährigen und 22 weitere Achtklässler im Wahlpflichtfach Informatik an der Realschule Wildeshausen stand Mittwoch eine besondere Lektion auf dem Stundenplan: Lego-Roboter programmieren.

Das Projekt fand im Rahmen einer Initiative des Departments für Informatik der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg statt. „Ich war auf einer Weiterbildung und da wurde uns das vorgestellt“, erzählte Kursleiterin Anke Schneider. Inhalt des Projekts: Informatik-Studenten der Universiät Oldenburg kommen mit den Lego-Mindstorm-Robotern und – bei Bedarf – zusätzlichen Laptops an die Schulen und erteilen den Schülern ihre ersten Lektionen in Sachen Computersprache.

„Informatik ist mehr als die Anwendung von Office-Paketen“, erklärte Schneider, dass mehr zum Fach gehört, als einen Brief zu schreiben oder eine Tabelle zu erstellen. „Informatik heißt auch Programmieren.“ Und deswegen sei ein solches Projekt wichtig. In dem Seminar würden die Schüler die ersten Grundlagen spielerisch erlernen und ein Verständnis von Algorithmen erlangen, die allen Computerprogrammen zugrunde liegen. Und weil es Spaß mache, motiviere es die Schüler, sich weiter damit zu beschäftigen.

Ansporn zum Ausprobieren

Dabei sollte natürlich schon der Workshop einen Ansporn zum Ausprobieren geben. „Sie sollen alles selbst austesten“, erklärte Informatikstudent Olaf Roeder, dass es keine langen Erklärungen gab. Stattdessen sollten sich die Schüler das für Kinder und Jugendliche gedachte Programm selbst erschließen. Zusammen mit Sabrina-Cynthia Schnabel, Studentin der Wirtschaftsinformatik, betreute Roeder eine der beiden Gruppen und stimmte die Schüler auch gleich auf das vierstündige Unterrichtsprojekt ein: Ziel sei es, „dass ihr in eigenständiger Arbeit lernt, logisch zu denken und zu experimentieren.“

Roboter sollen tanzen

Bevor die Jugendlichen aber endlich die Roboter an ihre Rechner anschließen durften, gab es erst einmal eine allgemeine Einführung ins Fach Informatik: Wie stellen sich die Schüler den typischen Informatiker vor? Was sind seine Hobbys? Was gehört zum Studium?

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Dann teilten die beiden Studenten die Aufgabenzettel aus, die die Schüler bewältigen müssen. Die erste Aufgabe war noch einfach: den Roboter vorwärts und rückwärts fahren lassen. Danach mussten sie abbiegen oder Töne und Geräusche von sich geben. Bei der elften und letzten Aufgabe sollten zwei Roboter miteinander tanzen. „Mal schauen, ob sie soweit kommen“, sagte Schnabel. „Das ist schon schwerer.“


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10.12.2009
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