Gesundheitskasse sieht sich noch stärker aufgestellt
fusion AOK und IKK gehen vom 1. April an zusammen – Jetzt rund 28 200 Versicherte im Landkreis
Fusioniert: Bernd Wessels, Jan-Gerd Indorf und Jens Bialek erläuterten den Zusammenschluss der AOK und IKK. BILD: Blume 
wildeshausen - „Das stärkt auch unseren Standort in Wildeshausen“, freute sich am Dienstag Bernd Wessels, Leiter des AOK-Servicezentrums Wildeshausen (und Delmenhorst), als er gemeinsam mit AOK-Regionaldirektor Jan-Gerd Indorf und dem Geschäftsführer des IKK-Servicecenters Delmenhorst, Jens Bialek, die regionalen Auswirkungen erläuterte, die der Zusammenschluss der AOK und IKK (Innungskrankenkasse) zur künftigen „AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen“mit sich bringt.
Nachdem das Bundeskartellamt zugestimmt hatte, soll die Fusion zum 1. April wirksam werden, vorbehaltlich der Genehmigung des niedersächsischen Sozialministeriums und des Bundesversicherungsamtes. Der neue Verbund verfügt dann über 2,45 Millionen Versicherte (2,14 Mio. von der AOK, 285 000 von der IKK) mit einem Haushaltsvolumen von rund 7,3 Milliarden Euro. Allein im Landkreis Oldenburg wächst die neue AOK durch die Fusion von rund 24 500 auf 28 200 Versicherte. Mit den dazu gewonnenen 3700 IKK-Versicherten ist damit jeder dritte gesetzlich Versicherte Mitglied der neuen AOK.
„Die Größe einer Kasse ist der entscheidende Faktor für das Bestehen im umkämpften Markt,“ erläuterte Indorf. Besonders bei Verhandlungen mit der Pharmaindustrie sieht der Regionaldirektor die neue AOK jetzt noch besser aufgestellt. Ein Zugewinn ergibt sich auch für die bisherigen IKK-Versicherten, denen der ohne Fusion unvermeidlich gewordene Beitragszuschlag von acht Euro pro Monat erspart bleibt, da die AOK mit ihrem Überschuss von 69 Mio. Euro in 2009 auch bei ihren Neukunden auf einen „Nachschlag“ verzichten kann.
Ansonsten ändert sich für die Versicherten der fusionierten Kassen so gut wie nichts. Es gibt lediglich eine neue Versichertenkarte. Bis die bei den Kunden ist, bleibt die alte gültig. Bestand behalten für die Neukunden selbstverständlich auch alle Leistungszusagen wie etwa Kuren. Die bisherigen IKK-Versicherten profitieren zudem vom dichteren Servicenetz, so Bernd Wessels. Das AOK-Servicezentrum an der Harpstedter Straße in Wildeshausen wird in der Folge der Fusion von bisher acht auf zehn oder elf Mitarbeiter aufgestockt.
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