WILDESHAUSEN, 20. März 2010


Konzertabsage: Staatsanwalt ermittelt

Justiz Ticketbesitzer warten auf ihr Geld vom ausgefallenen Prinzen-Konzert – Melden in Osnabrück


Zuständig ist die Staatsanwaltschaft Osnabrück: Sie ermittelt gegen Seifert-Media wegen des Verdachts des Betrugs.

von Ulrich Suttka

Wildeshausen - Viele hatten sich die Karten zum Preis von 42 Euro pro Ticket als vorgezogenes Weihnachtspräsent gegönnt. Die erste böse Bescherung war die kurzfristige Absage des Konzerts der „Prinzen“ in der Wildeshauser Alexanderkirche drei Tage vor dem Termin am 18. Dezember 2009. Die nächste böse Überraschung: Kurz vorm Osterfest haben die enttäuschten Fans immer noch nicht ihr Geld zurück. Der Veranstalter, die Seifert-Media in Bad Essen, hatte zwar gegenüber diversen Ticketbesitzer angekündigt, das Geld zurück zu überweisen, doch Taten folgten bisher nicht.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück bestätigte der NWZ , dass ein Ermittlungsverfahren gegen Jürgen und Astrid Seifert wegen des Verdachts des Betruges eingeleitet wurde. Oberstaatsanwalt Dr. Alexander Retemeyer sagte, dass das Verfahren noch andauere und Mitte April über das weitere Vorgehen entschieden werden solle. Neun Anzeigen lägen derzeit gegen Seiferts vor, alle aus dem Jahr 2010.

Interessant für alle Ticketbesitzer, die noch auf ihr Geld warten: Sie können sich der Betrugsanzeige anschließen und sich bei der Staatsanwaltschaft Osnabrück unter Aktenzeichen NZS 111 JS 7672/10 melden. Dabei sollten sie die Anzahl der gekauften Karten, den Preis und, wenn vorhanden, den Schriftwechsel mit dem Beschuldigten an die Staatsanwaltschaft Osnabrück, Postfach 3551, 49025 Osnabrück, senden.

Das Amtsgericht Osnabrück teilte mit, dass zumindestens vor Ort gegen Seifert-Media bisher kein Insolvenzverfahren eröffnet worden sei. Mindestens ein Prinzen-Fan hat bereits einen Vollstreckungsbescheid gegen Seifert-Media zwischenzeitlich erwirken können.

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