Wildeshausen: Lagerhalle brennt
Großbrand 100 Feuerwehrkräfte im Einsatz – Hoher Schaden – Ursache unklar
Unübersehbar: die Rauchsäule über der brennenden Lagerhalle an der Straße Am Reepmoor in Wildeshausen. Rund um das Gebäude waren die Feuerwehrkräfte im Einsatz. Rechts befindet sich die Ahlhorner Straße. BILD: Jochen Klein/
www.OL-luftbilder.de

von Ulrich Suttka
Wildeshausen - Die hohe Rauchsäule im Westen der Stadt war weithin zu sehen, aus dem Dach einer Lagerhalle schlugen viele Meter hohe Flammen empor. Bei einem Großbrand am Dienstagnachmittag ist das 1250 Quadratmeter große Gebäude an der Straße Am Reepmoor/Ecke Ahlhorner Straße komplett in Flammen aufgegangen. Dank des massiven Einsatzes der Feuerwehr konnte eine Ausweitung des Brandes auf benachbarte Gebäude, so einen Möbelmarkt, verhindert werden. Die Schadenshöhe liegt nach ersten Schätzungen „im sechsstelligen Bereich“, so die Polizei. Die Ahlhorner Straße (B 213) war rund 90 Minuten für den Verkehr gesperrt wegen der aufwendigen Löscharbeiten. Personen wurden nicht verletzt.
Vier Ortswehren
Um 15.27 Uhr alarmierte der Besitzer der Halle die Feuerwehr. Zunächst hieß es, dass sich ein Ölfass entzündet habe. Als die ersten der 16 Einsatzfahrzeuge eintrafen, schlugen meterhohe Flammen aus dem Dach. Rund 100 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Wildeshausen, Düngstrup, Harpstedt und Ahlhorn waren im Einsatz, ebenso die Drehleitern aus Wildeshausen und Ganderkesee sowie der Gerätewagen Atemschutz aus Ganderkesee. Die Malteser versorgten die Einsatzkräfte mit Verpflegung.
Bilder von dem Brand
Es dauerte bis in den Abend, bis die Feuerwehren den Brand endgültig unter Kontrolle hatten. Ab 19.15 Uhr kümmerten sich einige verbliebene Kräfte auch noch mehrere Stunden um die Nachlöscharbeiten.
Durch das Feuer stürzte das Dach der Halle ein. „Zuvor knallte es des öfteren heftig, da die Eternit-Platten des Daches durch die große Hitzeeinwirkung zersprangen“, so de Polizei. In der Halle wurden neben den dort gelagerten Paletten und Lagerbehältnissen auch zwei Autos und ein Wohnmobil zerstört.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehren mussten sogar Teile der Fassade einreißen, um gegen einzelne Brandherde im Gebäude vorgehen zu können.
Warnung per Rundfunk
Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner der benachbarten Siedlungen per Rundfunk gewarnt und zum Schließen von Fenstern und Türen aufgefordert. Diese Warnung für die Bevölkerung wurde gegen 17.50 Uhr zurückgenommen, da ab diesem Zeitpunkt eine Beeinträchtigung durch die Rauchentwicklung ausgeschlossen werden konnte, berichtete die Polizei.
Ein Polizeihubschrauber machte Luftaufnahmen und landete später vor Ort. Er war zur ergänzenden Lageeinschätzung aus der Luft angefordert worden war.
Die Brandursache ist bisher ungeklärt. Die Beamten setzen ihre Ermittlungen am Mittwoch fort. Ob Schweißarbeiten, die am Dienstagnachmittag vor dem Brandausbruch in einem Teilbereich der Halle durchgeführt wurden, mit dem Feuer zusammenhängen, sei daher bisher noch offen, so die Polizei.
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