Grotelüschen: Rat der Jägerschaft ist gefragt
Hege Neue Landwirtschaftsministerin bei Kreisjägerschaft
Ranghohe Gäste: Helmut Blauth (rechts) begrüßte (von links) Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft, die neue Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen und Anke Spille, Dötlingens stellvertretende Bürgermeisterin BILD: Stefan Idel 
von stefan idel
altona - In ihrem neuen Amt als Landwirtschaftsministerin will sich Astrid Grotelüschen Rat bei den Jägern holen. Das kündigte die CDU-Politikerin aus Ahlhorn am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst auf Gut Altona an. „Ich bin nicht nur die Puten-Queen, sondern auch die Jägersfrau“, sagte sie unter Hinweis auf Ehemann Garlich, der seit langem Jäger ist. Sohn Gerrit habe kürzlich die Jägerprüfung bestanden.
Es war einer der ersten öffentlichen Auftritte Grotelüschens als Ministerin. Unter den Ehrengästen begrüßte Helmut Blauth, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, auch den Präsidenten der Landesjägerschaft Niedersachsen, MdL Helmut Dammann-Tamke (CDU), Kreis-Rechtsdezernent Christian Wolf und Dötlingens stellvertretende Bürgermeisterin Anke Spille.
Wolf dankte den Waidmännern für die ehrenamtliche Hege- und Biotoparbeit. Er betonte, dass die Rückgabe alter Waffen im Landkreis vorbildlich gelaufen sei. Sorge bereite dagegen die zunehmende Zahl von Wildunfällen. 650 waren es im vergangenen Jahr im Landkreis. Der Sachschaden lag bei rund zwei Millionen Euro. Spille gab der Ministerin eine Schere (zum Durchschneiden der Bänder) sowie einen Dötlinger Spaten (für das Pflanzen von Baumen) mit auf den Weg.
Aus dem Streckenbericht für das Jagdjahr 2009/10, den Kreisjägermeister Erich Kreye vorlegte, ging hervor, dass erneut mehr Schwarzwild erlegt werden konnte. Insgesamt 512 Tiere (2008/2009: 461) blieben auf der Strecke, wovon 468 (419) abgeschossen wurden und 44 (42) Fallwild waren. Stark zugenommen hat in der vergangenen Jagdsaison auch der Abschuss von Krähen. Insgesamt wurden 4295 Vögel (davon 33 Fallwild) erlegt – gegenüber 3735 (118) im Jahr zuvor. Der Abschuss von Feldhasen, Kaninchen und Füchsen hielt sich ebenso auf gleichbleibendem Niveau wie der von Damwild. Zugenommen hat dagegen die Strecke beim Rehwild; die Zahl stieg von 2608 auf 2734.
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