Alle glücklich nach gelungenen Musicals
Kultur Aufwendige Produktion in der Wildeshauser Musikschule
Alle hoffen auf die große Karriere beim Casting von Professor Elbert Anstan und hängen folglich an den Lippen von dessen Sekretärin Gundula (rechts, gespielt von Laura Breitkopf) BILD: Ulrich Suttka 
Wildeshausen - Selbst für einen erfahrenen Musiker wie Rafael Jung waren diese beiden Abende im Saal der Musikschule in Wildeshausen etwas ganz Besonderes: „Ich habe noch nie Musical gespielt“, erzählte der Leiter der Musikschule. Nur Schlagzeuger Gerhard Suhlrie hatte in der Band einschlägige Erfahrungen in diesem speziellen Genre. Erst recht Neuland betraten die zehn jungen Künstlerinnen und Künstler, die am Freitag und Sonnabend vor insgesamt rund 220 Zuschauern auf der Bühne gestanden haben. Sie lösten die Aufgabe mit Bravour: Für ihr Musical „Just Stars“ gab es jeweils starken Applaus.
Rund eineinhalb Jahre hat das Team um die Bremer Musikpädagogin Angelika Scholl das Stück mit dem Musikschul-Ensemble „Teens on Stage“ einstudiert. Daraus ist eine mehr als zweieinhalbstündige Produktion entstanden, die eine ebenso witzige wie nachdenkenswerte Geschichte erzählt. Dabei wird die Welle der Castingshows auf die Schippe genommen. Es geht um Professor Elbert Anstan, der versucht, jungen Musikern ihr Talent per Maschine abzusaugen. Mit viel Schwung, tänzerischen Einlagen und bemerkenswerten Soli brachte das Ensemble das sehenswerte Stück auf die Bühne. Bei den Musikstilen war vom Klassiker über Pop bis HipHop alles dabei. Die Choreographien mit Tanzfeen, Kasatschok sowie einem wilden Tanz um die Maschine brachten zusätzliche optische Reize in die gelungene Aufführung von „Just Stars“. Zufriedenes Fazit von Musical-Neuling Rafael Jung: „Das ist beide Male gut gelaufen, alle waren glücklich.“
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