„In Wildeshausen ist alles so schön sauber“
Reisen Belgisches Ehepaar mit Wohnmobil unterwegs – Station in Wildeshausen
Jeannine Herrebosch und Cornelius Wils auf dem Stellplatz in Wildeshausen. Ihr nächstes Ziel ist Bremen. BILD: Tanja Mikulski 
von Tanja Mikulski
Wildeshausen - Eigentlich war es gar nicht geplant, dass sie Wildeshausen besuchen. Da der Ort jedoch so schön „grün“ auf der Landkarte aussieht, haben sie sich dazu entschieden, in der Kreisstadt Station zu machen.
Cornelius Wils (74) und Jeannine Herrebosch (64) kommen aus Tongeren in Belgien und haben ihr Wohnmobil vorübergehend auf dem Stellplatz am Krandel in Wildeshausen geparkt. Seit 23 Jahren fahren sie regelmäßig mit ihrem Wohnmobil durch die Welt. So waren sie unter anderem schon in Spanien, Italien und Afrika. Oft ist das Ehepaar zwei bis vier Monate am Stück unterwegs. „Wir wollen alles sehen und kennenlernen“, sagt Herrebosch. Diesmal hat es die beiden nach Deutschland verschlagen. Sie sind schon zwei Monate unterwegs, kommen gerade aus Minden und wollen demnächst noch nach Bremen, Hamburg, Rostock, Schwerin, Rügen, Polen, München und wieder zurück nach Belgien fahren. „Uns gefällt besonders an Wildeshausen und auch an Deutschland, dass alles so sauber ist. Die Leute sind sehr freundlich“, sagt Herrebosch. So sind die Eheleute besonders erfreut darüber gewesen, dass ihnen gleich geholfen wurde, als der Strom für ihr Wohnmobil beim Stellplatz noch nicht funktionierte.
Das Ehepaar lernt auf seinen Reisen viele Menschen kennen, besonders aus Holland und Deutschland. Belgier seien ihnen noch nicht viele begegnet. Ihre Route durch Deutschland haben sie mit einem Reiseführer ausgewählt. Ganz spontan suchen sie sich ihre Ziele aus. Wils und Herrebosch benutzen jedoch keine Autobahnen, sondern fahren nur über Land. „Sonst sehen wir nur Betonwände, das ist nicht schön“, sagt Herrebosch.
Diese Ecke von Deutschland haben die beiden noch nicht bereist, obwohl das Ehepaar 25 Jahre lang in Troisdorf zwischen Köln und Bonn gelebt hat. Wils ist Polizist gewesen und hat auch mit der deutschen Kriminalpolizei zusammengearbeitet. Herrebosch: „Es war für mich sehr schwierig, als ich zurück nach Belgien kam. ich habe zehn Jahre gebraucht, um mich wieder einzugewöhnen.“
Heimweh hat das Ehepaar nicht. „Normalerweise nehmen wir einen Laptop mit auf unsere Reisen“, so Wils, „diesmal haben wir ihn jedoch vergessen.“ Wenn die beiden wieder zu Hause sind, was Ende August sein wird, tauschen sie sich mit ihren 13 Enkeln darüber aus, was in der Zwischenzeit passiert ist. Postkarten verschicken sie nicht. „Unsere fünf Kinder sind alle erwachsen und führen ihr eigenes Leben. Trotzdem freuen sich unsere Kinder und Enkel, wenn wir wieder zu Hause sind. Wir wohnen allerdings 200 Kilometer von ihnen entfernt“, sagt Herrebosch.
Wenn sich die beiden daran zurück erinnern, was sie schon alles erlebt haben, sind beide einer Meinung: „In Deutschland hatten wir die schönste Zeit.“
- Eigentlich ist Thomas Seyffart niemand, der gern aus dem Nähkästchen plaudert. Im Hauptberuf Kriminalbeamter ist es der Schaffer der Wildeshauser Schützengilde gewohnt, selbst die Fragen zu stellen. Bei der Gilde ist das aber anders: „Ein tolles Jahr.mehr
- Es ist ein harmonisches Bild: Kinder, die schaukeln, im großen Sandkasten spielen oder über den Spielplatz flitzen. Die Kinderkrippe „Kinder-Treff“ an der Marinestraße in Wildeshausen feiert in wenigen Wochen 20-jähriges Bestehen.mehr
- Nach weiteren Asbestfunden in einer Wildeshauser Schule will die Stadtverwaltung so schnell wie möglich ein qualifiziertes Schadstoffregister für alle Schulliegenschaften auf den Weg bringen. „Dabei werden wir uns eng mit dem Bremer Umweltinstitut abstimmen“, sagte Martina Möhlenbrock vom Fachbereich Bau am Mittwoch der NWZ .mehr
- Unter dem Motto „voll anders“ findet am Freitag, 25. Mai, um 18.30 Uhr in der Alexanderkirche Wildeshausen ein besonderer Gottesdienst statt. „Alex 18:30 – der junge Gottesdienst“ soll Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene gleichermaßen ansprechen.mehr
- Im Prozess gegen den 23 Jahre alten Mann aus Wildeshausen, der sich seit Anfang Mai vor dem Oldenburger Landgericht wegen schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen verantworten muss, hat ein Psychiater am Mittwoch erklärt, dass von dem Angeklagten ohne Behandlung und Betreuung eine Gefahr ausgehe.mehr


