Bürgermeister ruft zur Gegendemonstration auf
Protest Verwaltungsgericht Oldenburg entscheidet über Einsprüche von DVU und Aktionsbündnis gegen Auflagen
von Karsten Bandlow
Wildeshausen - Kundgebung und Gegendemonstration sind erst am Sonnabend, aber die Ereignisse schlagen schon jetzt hohe Wellen. Wie berichtet, hat die rechtsextreme DVU für Sonnabend, 31. Juli, um 11.30 Uhr auf dem Wildeshauser Marktplatz eine Kundgebung „Für Arbeit, Soziale Gerechtigkeit und Sicherheit“ angemeldet, gegen die das parteiübergreifende Bündnis „Bunt statt Braun. Wildeshausen gegen Rechtsextremismus“ mit einem Protestzug ab 9.30 Uhr durch die Innenstadt demonstrieren will. Gegen beide Veranstaltungen hat der Landkreis Auflagen verfügt, „um eine ordnungsgemäße Durchführung sicherzustellen“, wie Rechtsdezernent Christian Wolf auf NWZ -Anfrage bestätigte. Gegen diese Auflagen wiederum haben beide Seiten einstweilige Anordnungen im Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Oldenburg beantragt, über die nach Auskunft von Gerichtssprecher Bernd Osterloh rechtzeitig entschieden werden soll.
Unterdessen hat sich die Polizei personell, einsatztaktisch und technisch sorgfältig auf den Sonnabend vorbereitet, wie Wildeshausens Polizeichef Heinz Schevel auf NWZ -Anfrage mitteilte. Einzelheiten wollte er aus „einsatztaktischen Gründen“ nicht nennen. Er erwarte aber eine „absolut friedliche Veranstaltung“, sagte Schevel.
Das Bündnis „Bunt statt Braun“ hat sich kurzfristig zusammengefunden, „um Gesicht zu zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus“, wie es von den Organisatoren heißt. Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi rief die Wildeshauser auf, sich an der Gegendemonstration friedlich zu beteiligen. „Ich selbst werde selbstverständlich dabei sein“, sagte Shahidi. Der Protestzug soll um 9.30 Uhr am Marktplatz starten und über Heemstraße, Im Hagen, und Delmenhorster Straße zum Gildeplatz führen, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.
gehören an der Arbeitskreis für Demokratie und Toleranz im Präventionsrat der Stadt, die Grünen, CDU, die Linke, DGB Oldenburg-Wilhelmshaven, Ev.-luth. Kirchengemeinde, FDP, Grün-Weiß Kleinenkneten, HGV, Kath. Kirchengemeinde St. Peter, Kommission „Courage gegen Rechts“ GEW, MIT, Rentnerinnen und Rentnerpartei, SPD, UWG, Verkehrsverein, VfL Wildeshausen, SC Wildeshausen und Stadtelternrat.
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