Handwerk sucht Gewinnertypen
Ausbildung 94 Absolventen erhalten in der Widukindhalle ihre Gesellenbriefe
Für ihre guten und herausragenden Leistungen wurden zehn junge Gesellinnen und Gesellen mit Präsenten geehrt. Die Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk (Bäckerei), Annemarie Susanne Heidmann (hinten, 2. von rechts) und Filiz Kirkiz (vorn, 2. von links) absolvierten ihre Fertigkeitsprüfung mit „sehr gut“, wie Kreishandwerksmeister Harald Mausolf berichtete. BILD: Olaf Blume 
von Stefan Idel
Wildeshausen - Zu gutem Mannschaftsspiel hat Kreishandwerksmeister Harald Mausolf den Nachwuchs im Bezirk der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land aufgerufen. Anlässlich der Freisprechungsfeier am Dienstagabend in der Wildeshauser Widukindhalle ermutigte Mausolf die jungen Gesellinnen und Gesellen dazu, Teamgeist und Leidenschaft an den Tag zu legen. Aber auch Tugenden wie Pünktlichkeit, Fleiß und Disziplin seien notwendig. Mausolf: „Leistung ist das Geheimnis aller Siegertypen.“
Vor Vertretern aus dem öffentlichen Leben, Ausbildern und Eltern erhielten 94 Absolventen ihre Gesellenbriefe. Für besonders gute und herausragende Leistungen wurden Daniel Mahrenholz (Elektroniker), Jannes Fuhrken und Jennifer Schmidt (beide Mechatroniker), Annemarie Susanne Heidmann, Filiz Kirkiz, Denise Rappers (Fachverkäuferinnen im Labensmittelhandwerk), Thorsten Hesselfeld (Fleischer), Malte Schwarting (Tischler), Natalie Hink und Dennis Jung (Fahrzeuglackierer) geehrt. Heidmann und Kirkiz haben jeweils ihre Fertigkeitsprüfung mit „sehr gut“ absolviert“. Gelernt haben sie in der Delmenhorster Bäckerei Krützkamp GmbH sowie bei der Ganderkeseer Gerhard Meyer GmbH & Co. KG.
Mit der Gesellenprüfung sei das Fundament für eine stabile berufliche Zukunft gelegt, meinte Wilfried Müller, Präsident der Handswerkskammer Oldenburg, in seinem Grußwort. Er riet dem Nachwuchs, auch kaufmännische Erfahrungen zu sammeln. Auch Landrat Frank Eger lobte die „ausgesprochen guten“ Perspektiven im Handwerk. Er wies darauf hin, dass der Landkreis in den kommenden drei Jahren 30 Millionen Euro im Hochbau investiere. „Bei uns gibt es keine Generalunternehmer“, so Eger, „jedes Gewerk wird einzeln ausgeschrieben.“
Viel Applaus für ihre engagierte Rede erhielt Anika Müller, die im Namen der ehemaligen Azubis sprach. Die größte Herausforderung sei wohl die Formel „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ gewesen, meinte die junge Tischlerin aus Neerstedt.
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