WILDESHAUSEN, 2. September 2010


Schulen im Land vor „Quantensprung“

Bildung CDU-Politiker Klare lobt Zusammenarbeit von BBS mit Haupt- und Realschulen im Kreis


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Zu Gast an den BBS: Schulleiter Gerhard Albers (4. von links) begrüßt Karl-Heinz Klare (3. von links). Auch Ulrich Droste, Karl-Heinz Bley, BILD: Stefan Idel  Bild vergrößern

In Wildeshausen sei der „Idealfall“ erreicht, so Klare. Haupt- und Realschulen wachsen künftig eng zusammen.

von Stefan Idel

Wildeshausen - Das Lob kam aus berufenem Mund: „Besser geht es nicht“, lobte Karl-Heinz Klare, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, die Zusammenarbeit der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen mit den Haupt- und Realschulen. So hätten sich Kultusministerium und Gesetzgeber den „Idealfall“ vorgestellt. Als „gutes Beispiel“ soll das Wildeshauser Modell auf den Internetseiten des Landes präsentiert werden. Die beteiligten Pädagogen sollen die Zusammenarbeit bei Fortbildungsveranstaltungen vorstellen.

Auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Heinz Bley und Ansgar Focke sowie von Schulleiter Gerhard Albers erläuterte Klare am Mittwoch vor Schulleitern aus dem Landkreis die jüngsten Erlasse und schulpolitischen Weichenstellungen. An dem Gespräch nahmen auch Erster Kreisrat Carsten Harings, Regierungsschuldirektor Klaus Kapell, Carl Schnurr und Ulrich Droste von der BBS sowie der Wildeshauser Schulausschuss-Vorsitzende Uwe Leinemann (CDU) teil. Droste zufolge bietet die BBS derzeit „Berufsorientierungsmodule“ für neun Schulen aus dem Kreis mit 250 Schülern an. Gleichzeitig gibt es so genannte Berufsorientierungstage für Realschüler und ein Lehrerfortbildungs-Angebot.

CDU-Schulexperte Klare erläuterte die zum 1. August in Kraft getretenen Erlasse zur beruflichen Orientierung an Haupt- und Realschulen – und wagte einen Blick in die Zukunft. Alle Schulen stünden vor dem Schritt zur vollen Eigenverantwortung. „Das ist ein Quantensprung“, so Klare. Die BBS wird bereits zum Januar 2011 eigenverantwortlich und erhält Geld für einen Verwaltungsleiter und eine Aufstockung des Sekretariats.

An der Fünfzügigkeit als Voraussetzung für die Inte­grierte Gesamtschule (IGS) solle nicht gerüttelt werden, bestätigte Klare (die NWZ  berichtete). Mittelfristig werde es neben dem Gymnasium aber künftig nur noch die zusammengefasste Haupt- und Realschule geben. Diese Schulform werde auch „gymnasiale Angebote“ machen können, warf Klare einen Blick auf die Pläne in Hannover. Schon heute können Haupt- und Realschulen bis auf die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch für die Klassen 5 bis 8 eine „erweiterte Zusammenarbeit“ eingehen. Künftig sei der gemeinsame Unterricht in den Klassen 5 bis 10 möglich. Von einem Riesenschritt in Richtung „Kooperative Gesamtschule“ (KGS) sprach einer der Diskussionsteilnehmer.

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