Die Linke strebt in den Wildeshauser Rat
Kommunalpolitik Landtagsabgeordnete Flauger kandidiert – Neujahrsempfang im Wahlkreisbüro
Neujahrsempfang mit Brötchen: (von links) Holger Gerdes, Peter Gruschke, Kreszentia Flauger, Hans-Georg Meier, Katharina Lindner und Peter Breiter BILD: Olaf Blume 
von Karsten Bandlow
Wildeshausen - Leckere Brötchen gab es, Kaffee und „nette Gespräche“, wie Kreszentia Flauger berichtete. Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Niedersächsischen Landtag hatte am Montag ab 11 Uhr zum ersten Mal zusammen mit dem Kreisverband Oldenburg-Land ihrer Partei zum Neujahrsempfang in ihr Wahlkreisbüro an der Wildeshauser Sögestraße eingeladen. Dass bis 13 Uhr nur drei Bürgerinnen und Bürger aus der Kreisstadt sowie ein Gast aus Huntlosen und sonst nur einige Parteigänger kamen, fand die Berufspolitikerin überhaupt nicht schlimm. „Der Termin war ja auch nicht gerade günstig“, meinte sie, „bei der nächsten Sprechstunde, die wir abends anbieten, sind dann sicher wieder mehr Leute da.“
Die wenigen, die Interesse an dem Termin zeigten, erfuhren immerhin eine Neuigkeit: Die Landtagsabgeordnete Kreszentia Flauger will („wenn ich aufgestellt werde“) bei der Kommunalwahl am 11. September dieses Jahres auch für den Rat der Stadt kandidieren, in der sie seit 1998 zu Hause ist. Und sie erfuhren auch, warum die Linke in Wildeshausen antreten will. „Hier gibt es einige Themen, bei denen eine andere Politik sehr angebracht wäre“, so Flauger. „Hier muss sich unbedingt etwas bewegen.“ Als Beispiele nannte sie unter anderem das Schwimmbad, das Tierheim und die ungeklärte Zukunft des Mehrgenerationenhauses. Auch die zunehmende Armut, die sich in der großen „Kundschaft“ der Wildeshauser Tafel zeige, sei ein wichtiges Aktionsfeld für ihre Partei. Hans Georg Meier vom Stadtverband der Linken nannte zudem die Aktivitäten im Präventionsrat mit dem Bündnis „Bunt statt Braun“.
Wildeshauser und andere Themen wollen die Linken so bald wie möglich in ein Wahlprogramm für den 11. September einbringen. Wenn das steht, sollen die Kandidatenlisten für die Kreistags-, Gemeinde- und Stadtratswahl aufgestellt werden. „Das soll möglichst bis Mai über die Bühne gehen“, kündigten die Sprecher des Kreisverbandes, Katharina Lindner und Holger Gerdes, beim Neujahrsempfang an. Die Liste für den Wildeshauser Rat soll „gut bestückt“ sein, so Flauger. „Auch parteilose Kandidaten sind willkommen.“
- Eigentlich ist Thomas Seyffart niemand, der gern aus dem Nähkästchen plaudert. Im Hauptberuf Kriminalbeamter ist es der Schaffer der Wildeshauser Schützengilde gewohnt, selbst die Fragen zu stellen. Bei der Gilde ist das aber anders: „Ein tolles Jahr.mehr
- Es ist ein harmonisches Bild: Kinder, die schaukeln, im großen Sandkasten spielen oder über den Spielplatz flitzen. Die Kinderkrippe „Kinder-Treff“ an der Marinestraße in Wildeshausen feiert in wenigen Wochen 20-jähriges Bestehen.mehr
- Nach weiteren Asbestfunden in einer Wildeshauser Schule will die Stadtverwaltung so schnell wie möglich ein qualifiziertes Schadstoffregister für alle Schulliegenschaften auf den Weg bringen. „Dabei werden wir uns eng mit dem Bremer Umweltinstitut abstimmen“, sagte Martina Möhlenbrock vom Fachbereich Bau am Mittwoch der NWZ .mehr
- Unter dem Motto „voll anders“ findet am Freitag, 25. Mai, um 18.30 Uhr in der Alexanderkirche Wildeshausen ein besonderer Gottesdienst statt. „Alex 18:30 – der junge Gottesdienst“ soll Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene gleichermaßen ansprechen.mehr
- Im Prozess gegen den 23 Jahre alten Mann aus Wildeshausen, der sich seit Anfang Mai vor dem Oldenburger Landgericht wegen schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen verantworten muss, hat ein Psychiater am Mittwoch erklärt, dass von dem Angeklagten ohne Behandlung und Betreuung eine Gefahr ausgehe.mehr


