Johanneum will von „Medical School“ profitieren
Gesundheit Interesse an neuem Medizin-Studiengang – Liberale informieren sich
Stellten sich schon an den künftigen Empfangstresen: Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt (rechts) führt (von links) Christian Dürr, Lars Kosten, Ralf Müller, Gunnar Dohle, Angelika Brunkhorst und Horst Dietz über die Baustelle. BILD: Olaf Blume 
Wildeshausen - „Der Gesundheitsstandort Wildeshausen soll gestärkt werden.“ Dieses Ziel formulierte Horst Dietz, Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes Wildeshausen, beim Besuch der Liberalen im Krankenhaus Johanneum. Gemeinsam mit der FDP-Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst und dem Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Christian Dürr, informierte sich der Vorstand der Liberalen am Freitag aus erster Hand über den Stand der Umbaumaßnahmen in der Klinik.
Für den aktuellen Umbau (der Erweiterung des Funktionstraktes, der Notfallambulanz und des Eingangsbereiches) werden rund 5,5 Mio. Euro investiert, so Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt. Drei Mio. Euro kommen aus dem Konjunkturpaket II. Aufgrund des Winters liege man einen Monat im Zeitplan zurück. „Wir können erst in Kürze mit den Außenanlagen beginnen.“ Offiziell soll der neue Eingangsbereich samt Funktionstrakt am 1. April in Betrieb genommen werden.
Licht durchflutet die neue Eingangshalle. „Wir haben viel Glas verwendet“, sagte Bartelt. Die stationäre Patientenaufnahme erfolge nicht mehr am Tresen, sondern in separaten Bereichen. Spätestens bis zum Herbst sollen in einem zweiten Bauabschnitt eine neue Endoskopie und der neue Zugang zur Zentralen Notaufnahme fertiggestellt werden. Noch nicht ausgebaut ist das Untergeschoss des Anbaus. Bartelt: „Hier haben wir noch Möglichkeiten, uns zu erweitern.“
Thema waren auch der Ärztemangel im ländlichen Raum und der Wegfall des zivilen Ersatzdienstes. Dadurch entstehe eine Lücke im Pflegedienst. Brunkhorst wie Dürr fragten nach einem möglichen Interesse an einer Kooperation mit der geplanten European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS). „Wir würden einiges tun, um auch Lehrkrankenhaus der EMS zu werden“, zeigte Bartelt das Interesse an dem geplanten Medizinstudiengang auf. Das Johanneum biete gute Voraussetzungen für die praktische Ausbildung. Nach den derzeitigen Planungen sollen sowohl in Oldenburg als auch in Groningen (Niederlande) je 40 neue Studienplätze geschaffen werden.
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