„Bei ökologischem Projekt gewinnen alle“
Umwelt Stadt und Rotary-Förderverein einigen sich auf Pachtvertrag über 30 Jahre für Arboretum-Fläche
von Stefan Idel
Wildeshausen - Es gilt als ökologisches Kleinod am viel befahrenen Wildeshauser Südring: das Arboretum mit seinen unzähligen Baum- und Pflanzenarten. Um den botanischen Park auch für kommende Generationen abzusichern, haben sich die Fördervereinigung des Rotary Clubs Wildeshausen und die Stadtverwaltung auf einen „Gestattungsvertrag“ geeinigt. Er stieß am Donnerstagabend einstimmig auf Zustimmung im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Umwelt.
Die Rotarier haben auf der städtischen Fläche im Bereich des B-Plans 34 „Lehmkuhlenweg“ in fast 14 Jahren mehr als 120 seltene Baumarten gepflanzt, Hecken, Wanderwege und Schutzhütten angelegt. Der Vertrag mit der Stadt sollte 2022 auslaufen. Eine Bestandsgarantie für das gut 3,5 Hektar große Arboretum gab es nicht. Daher war auch eine Stiftung diskutiert worden (die NWZ berichtete).
„Wir wollen dort weiterhin investieren. Nun haben wir Sicherheit für die nächsten Jahre“, betonte Tjard Wildeboer von den Rotariern vor dem Ausschuss. Der Vertrag kann frühestens nach dem 31.12.2022 gekündigt werden. Traute Sandkuhl (Grüne) meinte, die Laufzeit von 30 Jahren sei zu lang. Außerdem stelle sich die Frage, warum der Rotary Club eine Entschädigung erhalten solle, falls das Gelände wieder an die Stadt zurückgehe. Wildeboer wies auf die unzähligen Investitionen hin. Den Wert der Anlagen, der Bäume und Sträucher in dem Baumgarten schätzen die Rotarier auf 50 000 Euro. Das Arboretum sei nicht zum Abholzen vorgesehen, sondern als Anschauungsobjekt und Ruhezone für nachfolgende Generationen vorgesehen. Daher benötige der Förderverein Planungssicherheit. Falls wider Erwarten doch die Situation eintrete, dass das Gelände an die Stadt zurückfalle, sei der Rotary Club satzungsgemäß verpflichtet, die Entschädigung sozialen Zwecken zur Verfügung zu stellen.
„Es tut mir leid, dass Sie in eine Verteidigerrolle gekommen sind“, sagte Walter Panschar (SPD). „Bei diesem Projekt gewinnen alle!“ Im Namen der CDU-Fraktion würdigte Artur Gabriel das Projekt. Er hat schon eine Roterle im Arboretum gepflanzt. Gabriel beantragte, den Vertrag mit dem Rotary-Förderverein auf 99 Jahre zu verlängern. Das sei rechtlich nicht möglich, bedauerte Wildeboer.
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