ALTONA, 9. Februar 2012


Neues Verfahren soll Gestank vermeiden

Vortrag Landwirtschaftskammer informiert über Neuerungen bei Pflanzenschutz und Anbau


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Die Referenten der Landwirtschaftskammer: (von links) Dr. Josef Kuhlmann, Hinrich Rother, Gregor von Lehmden, Ludger Holzenkamp und Klaus Sandbrink BILD: Nikola Nording  Bild vergrößern

Fünf Referenten erklärten Gesetzesänderungen und Verfahren. Gülle soll gezielt nach Bedarf eingesetzt werden.

von Nikola Nording

Altona - Aktuelles zum Pflanzenbau und Pflanzenschutz wurde am Mittwochmorgen bei einer Informationsveranstaltung der Bezirksstelle Oldenburg-Süd der Landwirtschaftskammer Niedersachsen thematisiert. Rund 80 Vertreter aus der Landwirtschaft informierten sich bei der Veranstaltung über Neuerungen und Trends im Anbau und Schutz der Pflanzen.

Den Anfang der Vortragsreihe Machte Dr. Josef Kuhlmann. Er warf einen Blick zurück auf die Anbauzahlen 2011 und erklärte den Teilnehmern wichtige gesetzliche Änderungen, unter anderem zum Pflanzen- und Erosionsschutz. Zudem besprach Kuhlmann Möglichkeiten des Natur- und Wildschutzes bei intensivem Ackerbau. So empfahl er zum Beispiel vor dem Mähen von Grünland die Jägerschaft zu informieren und auf den Anbau von Grünroggen, aufgrund des frühen Mähtermins im Mai, gänzlich zu verzichten.

Ein großes und wichtiges Thema bei der Konferenz war auch die Düngung und der Wasserschutz. Ludger Holzenkamp erklärte die gesetzlichen Vorgaben. Trend sei es die Gülle nach Bedarf einzusetzen. Als Beispiel nannte er das Säen der Maiskörner, wo auf Mineraldünger verzichtet werden könnte und stattdessen Gülle, als Mineralboden für die Saat, einzuarbeiten. Außerdem stellte er aktuelles zur Gülle-Unterfußdüngung vor. Ein Verfahren, das die Masse direkt in den Boden injiziert und im gleichen Arbeitsschritt eingearbeitet. „So kommt es quasi zu gar keiner Geruchsentwicklung“, so Holzenkamp.

Hinrich Rother sprach in seinem Vortrag über verschiedene Getreidedüngungsarten und ihre Wirksamkeit. Er referierte über stabilisierte Stickstoffdünger. Er empfahl den Landwirten die Untersuchung der organischen Düngemittel für eine Düngeplanung. Außerdem kam er nach seinen Ausführungen zu dem Entschluss, dass bei der Getreidedüngung eine Kombination aus Gülle und mineralischem Stickstoff einen höheren Ertrag ergibt.

Gregor von Lehmden gab einen Einblick drüber, was sogenannte Fungizide (ein Pflanzenschutzwirkstoff) gegen Blattkrankheiten bringen. Er beleuchtete dabei Kriterien, wie Sorten, Witterung oder Vorfrucht bei gesunden oder kranken Pflanzen. Als klares Ziel für die Unkrautbekämpfung sah von Lehmden den sogenannten integrierten Pflanzenschutz.

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Ebenfalls thematisiert wurde bei dem Treffen Themen zum Kartoffelanbau. Klaus Sandbrink sprach dabei über aktuelle Entwicklungen.






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