GOLDENSTEDT, 4. Februar 2012


Millionenschaden bei Großfeuer in Goldenstedt

Polizei Flammen vernichten Sägewerk – 150 Feuerwehrleute im Löscheinsatz


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Löschen bei klirrender Kälte: Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort eintrafen, stand die Werkshalle bereits im Vollbrand. BILD: christoph Floren  Bild vergrößern

Die 1200 Quadratmeter große Lager- und Produktionshalle war nicht zu retten. Sachverständige suchen nach der Brandursache.

von Christoph Floren

Goldenstedt - Ein Großbrand hat am Donnerstagabend die erst 2006 erstellte Betriebshalle des Sägewerks „Koddenbrock“ in Goldenstedt (Kreis Vechta) in der Straße Am Bauhof 1 vernichtet und nach ersten Schätzungen Sachschaden in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro angerichtet. Verletzte gab es glücklicherweise nicht.

Nachdem laut Polizei Anwohner und vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer das Feuer um 21.56 Uhr gemeldet hatten, rückten etwa 150 Einsatzkräfte von sieben umliegenden Freiwilligen Feuerwehren mit zahlreichen Fahrzeugen, darunter zwei Drehleiter-Wagen, an. Die Leitung vor Ort hatte der Goldenstedter Ortsbrandmeister Gerhard Schröder.


Meterhohe Flammen
Die Feuerwehrleute standen bis in die frühen Morgenstunden im Löscheinsatz. Obwohl sie von mehreren Seiten gleichzeitig gegen die meterhoch auflodernden Flammen vorgingen, konnten sie die etwa 1200 Quadratmeter große Lager- und Produktionshalle, in der auch Maschinen und Fahrzeuge ein Raub der Flammen wurden, nicht retten.



Mehrere Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes (MHD) blieben die ganze Nacht über am Ort des Geschehens in Bereitschaft. Gegen 23 Uhr richtete die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des MHD-Vechta am nahe gelegenen Bauhof der Gemeinde Goldenstedt eine Sammelstelle ein. Dort wurden die Einsatzkräfte mit Heißgetränken versorgt und konnten sich aufwärmen.

An der Brandstelle hatten die wegen der starken Rauchentwicklung zum Teil unter schwerem Atemschutz arbeitenden Löschtrupps bei Temperaturen von etwa zehn Grad unter Null mit sofort gefrierendem Wasser zu kämpfen. Wegen des Frostes mussten sie die Deckel der Hydranten im Umfeld der Unglücksstelle zunächst mit mobilen Gasbrennern auftauen. Um das Glatteis zu entschärfen, verstreuten Feuerwehrleute Sägemehl aus einem nicht betroffenen Außenlager des Betriebs.


Polizei sucht Ursache
Die ersten Einheiten konnten gegen 3 Uhr in ihre Unterkünfte zurückkehren. Ab 5 Uhr blieb dann lediglich noch eine Brandwache vor Ort, um für etwaige Nachlöscharbeiten bereit zu stehen.

Eine Tatortgruppe der Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg/Vechta nahm noch in der Nacht die ersten Ermittlungen zur noch ungeklärten Brandursache auf. Im Laufe des Freitags werden Sachverständige deren Arbeit fortsetzen.

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  Ebenfalls am Donnerstagabend ausgebrannt ist das leer stehende Gebäude einer früheren Bäckerei in Dinklage, Burgstraße 9. Nachdem eine Anwohnerin kurz vor 20 Uhr den Alarm ausgelöst hatte, rückten neben der Ortsfeuerwehr Dinklage auch Einheiten aus Lohne und Brockdorf an. Gegen 21.30 Uhr konnte Einsatzleiter Alfred Dinkelmann Uhr „Feuer aus!“ melden. Der Sachschaden wird auf etwa 65 000 Euro geschätzt.

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