Mehr Sicherheit auf Vechtas Gehwegen als Wunsch
VERKEHR Radfahrer-Kontrollen – Bislang „gelbe Scheine“ anstatt Ordnungsgeld
„Bitte aufpassen!“ Polizeikommissar Manfred Scholz (links ) und Ordnungsamtsmitarbeiter Alfred Schön (rechts) sprechen im Beisein des Ersten Stadtrates Josef Kleier (2.von links), Polizeioberrat Walter Sieveke (4. von links) und Stefan Thole (5. von links) zwei Radlerinnen auf dem „Europaplatz“ an. BILD: CHRISTOPH FLOREN 
Vechta - Es gibt wohl kaum eine Ausrede für das Fahrradfahren auf dem Gehweg, die Kommissar Manfred Scholz oder Rosemarie Fortmann und Alfred Schön inzwischen nicht kennen. Der Beamte vom Polizeikommissariat (PK) Vechta und die Ordnungsamtsmitarbeiter der Stadt Vechta gehen seit knapp zwei Wochen im Bereich „Große Straße“ zu wechselnden Zeiten auf den „Bürgersteigen“ Streife. Ihre Aufgabe: Ordnungsverstöße von Radfahrer vermeiden helfen.
Treffen sie Radfahrer auf den Gehwegen an, was leider häufig geschieht, und sich durch alle Altersklassen zieht, werden diese gezielt angesprochen, und auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. Das mögliche Ordnungsgeld von zehn Euro wird bisher nicht verhängt. Dafür erhalten die Ertappten einen gelben Zettel mit Hinweisen zum Radfahren auf Gehwegen. Die überwiegende Mehrheit der Angesprochenen zeigen sich einsichtig. Nur wenige seien beratungsresistent, so die erste Bilanz der Kontrolleure.
Vechtas PK-Chef Walter Sieveke sieht in der Aktion, wie es sie sonst nur in Großstädten gibt, und die er auf Lohne und Damme ausweiten möchte, „eine Schnittstelle zwischen Polizei und Stadt Vechta, und eine gelebte Sicherheitspartnerschaft.“ Für die Zukunft stehen daher bereits Überprüfungen zu Schulbeginn und Schulschluss an unregelmäßigen Terminen im Stadtgebiet Vechta auf dem Programm.
Bei allen Ermahnungen an die Vechtaer Radfahrer verschweigen die Verantwortlichen aber nicht, dass diese oft vor rücksichtslosen Autofahrern von der Straße auf die Gehwege flüchten. Daher gilt der Appell für mehr Verständnis auf beiden Seiten.
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