VECHTA, 4. Dezember 2009


„Frauenpower“ an der Hochschul-Spitze

BILDUNG „Gewöhnungseffekt“ wirkt längst – Assenmacher und Rieken klar für „Bologna-Prozess“


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Vizepräsidentin Dr. Marion Rieken (links) und Präsidentin Prof. Marianne Assenmacher sehen die Hochschullandschaft im Wandel. BILD: CHRISTOPH FLOREN Bild vergrößern

DER NAME UNIVERSITÄT VECHTA BRINGT EINE AUFWERTUNG. DIE FÜHRUNG SETZT AUF KONTINUITÄT.

VON CHRISTOPH FLOREN

Vechta - In Niedersachsens Hochschullandschaft ist sie noch einmalig, die weibliche Doppelspitze der zukünftigen Universität Vechta – die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Marianne Assenmacher (52) als Präsidentin und die Politikwissenschaftlerin Dr. Marion Rieken (48) als Vizepräsidentin für Lehre und Studium. Assenmacher amtiert seit 2004. Kürzlich wurde sie wiedergewählt. Rieken kam 2005 aus Oldenburg nach Vechta. Ihr verbleiben noch fast zwei Amtsjahre. Da lehnt sie Spekulationen über die Zukunft derzeit ab.

Die Führungsriege komplettiert Prof. Martin Winter. Als Vizepräsident verantwortet er die Sparte Forschung und Nachwuchsförderung.

Staunen eher von außen

„Anfangs wurden wir wohlwollend freundlich aufgenommen. Aber zwei Frauen in einer solchen Position, das war für manchen Gesprächspartner zunächst etwas ungewohnt“, erinnert sich Assenmacher. Doch längst ist „ein Gewöhnungseffekt eingetreten“, so ihr Fazit. In der Hochschule wirkte die „Frauenpower“. Staunende Fragen klangen eher von außen, etwa aus der Politik, an. Übereinstimmend bilanzieren die Teamarbeiterinnen Assenmacher und Rieken: „Wir wurden nicht mit Glacehandschuhen angefasst, aber das Verhalten unserer Gegenüber war doch anders als bei Männern.“

Der bevor stehende Schritt zur Universität hat nach Einschätzung der Vizepräsidentin „einen schönen Effekt“. Er bringt aber – und auch da sind sich beide einig – keine Änderung bei der Arbeit.

Beim Stichwort „Bildungsstreik“ steuert Assenmacher einen klaren Kurs: „Wir stehen voll hinter dem Bologna-Prozess“ (politischer Plan zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulwesens) mit Blick auf „die Orientierung der Studierenden hin zur Berufsfähigkeit“. Rieken sieht in „Bologna“ eine „weit reichende Umwandlung, mit der wir Erfahrungen sammeln und lernen, aber auch Überzeugungsarbeit leisten müssen.“ Dazu gehört, dass die Verantwortlichen der Verunsicherung von Studenten und Eltern „an deren Seite sie sich sehen“, entgegen treten.

Kooperation mit Studenten

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Daher wehren sich Assenmacher und Rieken entschieden gegen den Vorwurf einer Verwendung von Studiengebühren ohne Beteiligung der Studenten: „In Vechta wird über den Einsatz dieser Mittel ausschließlich nach Abstimmungen in den zuständigen Gremien entschieden, und dazu gehören auch studentische Vertreter.




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