Offizialat kalkuliert mit hohen Steuereinnahmen
Kirche 35 Millionen Euro fließen in die 41 Gemeinden des Oldenburger Landes
Vechta - Die Katholische Kirche im Oldenburger Land rechnet in diesem Jahr mit dem höchsten Kirchensteueraufkommen aller Zeiten. Knapp 53,2 Millionen Euro hat die Finanzabteilung für den Etat 2012 kalkuliert. Das haben Peter Kossen als Vertreter des Weihbischofs sowie Finanzdirektor August Dasenbrock und Uwe Kathmann, stellvertretender Leiter der Finanzabteilung des Offizialats, in Vechta bekanntgegeben. Hintergrund der stolzen Zahl sei auch der wirtschaftliche Boom insbesondere im Oldenburger Münsterland. Insgesamt sind 69 Millionen an Einnahmen errechnet.
Gleichwohl schauen die Experten kritisch in die Zukunft. Wegen rückläufiger Zahlen der Gläubigen und der demografischen Entwicklung werde es zwar noch einige Zeit dauern, bis der Einbruch kommt, aber er kommt, so Dasenbrock und Kathmann.
„Bildung ist ein originäres Anliegen der katholischen Kirche“, so Kossen. Folgerichtig investiere sie in diesem Jahr 13 Millionen Euro in die Bereiche Kindergärten, Schulen und Bildung. Die katholische Kirche unterhält im Oldenburger Land 110 Kindergärten und 40 Krippen. Ziel sei es, so Kossen, langfristig an jedem Kindergarten auch eine Krippe zu installieren.
Die Zusammenlegung von Kirchengemeinden habe im Finanzsektor erste Einsparungen gebracht. Obwohl in mehreren Gemeinden hauptamtliche Rechnungsführer eingestellt worden seien, sei die Zahl der Beschäftigten in der Verwaltung gesunken. Die Trennung von Mitarbeitern sei bis auf einen Fall sozialverträglich geregelt worden.
Mit 35 Millionen Euro werden die 41 Kirchengemeinde zwischen Nordsee und Dammer Berge unterstützt. 3,5 Millionen fließen in die Sanierung von Kirchen und Gebäuden in Cloppenburg, Oldenburg, Wilhelmshaven und im Landkreis Ammerland. Der Neubau des geistlichen Zentrums für die Katholische Hochschulgemeinde an der Uni Vechta schlage mit 1,2 Millionen Euro zu Buche.
Zuversichtlich zeigten sich die Vertreter des Offizialats, die Vincenzschule in Cloppenburg als Stiftung weiterführen zu können. An einer Lösung werde an mehreren Stellen intensiv gearbeitet. Auch für die Liebfrauenschule in Vechta, aus der sich der Orden 2015 zurückziehen werde, werde es eine Lösung geben, so Kossen. Allerdings könne das Offizialat das Problem nicht alleine schultern.
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