CDU: Bei Nominierungen immer Urwahl
Politik Landtagskandidat steht am 14. März fest – Siemer bisher Alleinbewerber – Landratsvotum 2014
von Christoph Floren
Kreis Vechta - In Urwahl bestimmen die heimischen CDU-Mitglieder am Mittwoch, 14. März, ihren Kandidaten im Wahlkreis Vechta für die Landtagswahl am 20. Januar 2013. Die Veranstaltung im „Waldhof“ beginnt voraussichtlich um 19 Uhr. Das erklärte CDU-Kreisgeschäftsführer Walter Goda. Teilnehmen können alle eingeschriebenen Mitglieder der Christdemokraten. Stichtag ist Donnerstag, 8. März. Das hat der Kreisvorstand der Union bei seiner jüngsten Sitzung in Holdorf beschlossen.
Auftritte an der Basis
Bislang hat nur der amtierende CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Stephan Siemer (50) aus Vechta seinen Hut in den Ring geworfen. Weitere Bewerbungen müssen bis Freitag, 10. Februar, bei der Partei eingegangen sein. Tritt der Fall ein, dass es bei einem Kandidaten für das Mandat im 18. Niedersachsen-Landtag bleibt, sollen, so der Kreisvorstand, die beiden zunächst angedachten Vorstellungstermine entfallen. Allerdings wollen die Stadt- und Gemeindeverbände den Kandidaten zu ihren Versammlungen einladen.
Da die achtjährige Amtszeit von Landrat Albert Focke (67) 2014 endet, strebt die Kreis-CDU an, die Wahl seines Nachfolgers an den Urnengang zum Europäischen Parlament Anfang Juni 2014 zu koppeln. Das Verfahren zur Nominierung eines Kandidaten für den Chefsessel im Kreishaus soll nach dem derzeitigen Diskussionsstand bis zum Jahresende entschieden werden. Die Festlegung auf eine Person könnte bis Ende 2013 erfolgen. Als ein potenzieller Aspirant für diese Position im Gespräch ist Vechtas Erster Kreisrat Herbert Winkel. Wegen seines Alters käme Winkel, der Ende Juli 55 Jahre alt wird, dann allerdings nur für eine Amtsperiode in Frage.
Weiter votierte der CDU-Kreisvorstand dafür, für alle künftigen Nominierungen das Urwahlprinzip ins Auge zu fassen.
Gefährliche Übergänge
In diesem Zusammenhang kritisierte der Vorsitzende Siemer die Politik der SPD in der Region Hannover, bei der Wahl ihres Landtagskandidaten. Dort laufe alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab, so Siemer.
Auch die Sicherung oder Schließung von Bahnübergängen war Thema des Treffens. Steinfeld Ratsfraktionschef Peter Harpenau berichtete von schwierigen Verhandlungen über dieses Thema mit der Deutschen Bahn. In seiner Gemeinde wurden acht von 13 Übergängen geschlossen, fünf erhielten Halbschranken. Mit Blick auf den Unfall in Ellenstedt am Wochenende, bei dem zwei Personen nach der Kollision eines Zuges mit einem Taxi starben, verwies Goldenstedts CDU-Vorsitzender Heribert Kolhoff auf ein von der Gemeinde und der Bahn erarbeitetes Konzept. Es hapere jedoch an der schnellen Umsetzung.
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