Kirchlicher Segen für Mahnwache
Sonntagsarbeit Katholische Arbeitnehmerschaft protestiert vor Essener Schlachthof
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Vechta - Kirchlicher Widerstand formiert sich gegen die Absicht des europäischen Fleischkonzerns Danish Crown mit dem Hauptsitz in Randers (Dänemark), in seinem deutschen Großschlachthof in Essen ab dem 26. Februar nun auch sonntags Schweine zu schlachten. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) im Landesverband Oldenburg sieht den Sonntagsschutz für die Arbeitnehmer und ihre Familien gefährdet und meldet Protest an.
Ob Ole Lyngesen, Fabrikleiter der Danish Crown Fleisch GmbH an der Waldstraße 7 in Essen unruhige Tage bevorstehen, kann KAB-Landessekretärin Katharina Sedlak im Bischöflich Münsterschen Offizialat Vechta gegenwärtig noch nicht voraussehen. Doch hat sich ihr KAB-Verband Oldenburg erst kürzlich in der „Landesallianz für den freien Sonntag in Niedersachsen“ mit weiteren schlagkräftigen Sozialverbänden aus den Bereichen Gewerkschaft, Kirche und Sport vernetzt. Die Solidarität der Menschen zum Schutz des arbeitsfreien Sonntags, der immer mehr von betriebswirtschaftlichen Interessen bedroht werde, sieht die katholische Arbeitnehmervertreterin Sedlak auf dem Vormarsch.
Bei der Kirchenleitung im Bistum Münster stößt das neue Bündnis „Allianz für den freien Sonntag“ auf offene Ohren. Die Erhaltung der arbeitsfreien Sonn- und Feiertage ist für Prälat Peter Kossen vom Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta „eine klare kirchliche Option“. Es dürfe nicht sein, sagt der Priester Kossen, „dass aus ökonomischen Gründen das verfassungsrechtlich verankerte Regel-Ausnahme-Verhältnis von Ruhe und Arbeit an Sonn- und Feiertagen immer weiter ausgehöhlt wird“.
So wird eine Mahnwache der Katholischen Arbeitnehmerbewegung mit „kirchlichem Segen“ am 26. Februar ab 21 Uhr am Werkstor von Danish Crown an der Waldstraße in Essen die erste Sonntags-Nachtschicht der Schweineschlächter begrüßen.
Die Allianz für den freien Sonntag in Niedersachsen ist per E-Mail zu erreichen unter katharina.sedlak@bmo-vechta.de oder ulf.birch@verdi.de.
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