BERNE, 21. September 2010


Mit fünf Bussen zur Demo nach Berlin

Atomkraft Abfahrt in Berne um sechs Uhr morgens – Rückkehr um Mitternacht


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Mit fünf Bussen fuhren 260 Teilnehmer auch aus der Wesermarsch zur Anti-Atomkraft-Demonstration nach Berlin. BILD: Gabriele Bode  Bild vergrößern

gbo

Berne - Die letzten vier Teilnehmer stiegen gegen sechs Uhr morgens am Bahnhof Berne in einen der fünf Busse, die sich mit rund 260 Teilnehmern Richtung Berlin zur Demonstration gegen die Laufzeitenverlängerung der Atomkraftwerke auf den Weg gemacht hatten.

Organisiert wurde der Transport von BUND, NaBu, der Schutzgemeinschaft ländlicher Raum Nord-West, der evangelischen Studentengemeinschaft Oldenburg, Bündnis 90/Die Grünen und des Asta der Uni Oldenburg.

Pünktlich gegen 12 Uhr trafen die Busse mit den Atomkraftgegnern aller Bevölkerungsschichten und Altersgruppen am Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof ein. Eigentlich sollte die Großdemonstration zwischen Reichstag und Kanzleramt stattfinden, was jedoch wegen der „empfindlichen Grünflächen“ dort untersagt wurde, wie die Moderatoren Christoph Bautz und Dirk Seifert den zehntausenden Demonstranten vor der Bühne erklärten. An diversen Infoständen von allen möglichen Gruppierungen und Parteien konnten sich die Atomkraftgegner mit Fahnen, Broschüren, Ansteckern, Aufklebern oder T-Shirts eindecken.

Die Fantasie, mit der die Teilnehmer ihren Protest gegen die Atompolitik ausdrückten, war äußerst bunt und vielfältig und zog sich durch sämtliche Bevölkerungsschichten. Vom Säugling bis zur Urgroßmutter, vom alternativen Dreadlockträger bis zum Nadelstreifenanzug war alles vertreten, sogar diverse Hunde machten bei dem friedlichen Protest mit.

Müde und mit wehen Füßen ging es gegen 18 Uhr vom Ostbahnhof mit den Bussen wieder Richtung Heimat. Hans-Joachim Janßen, stellvertretender Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen, der in einem der Busse aus der Wesermarsch mitfuhr, zeigte sich positiv überrascht über die zahlreichen Demonstranten und bedankte sich bei den Businsassen für deren Teilnahme an der Protestaktion. Um Mitternacht waren alle wieder zufrieden in ihren Heimatgemeinden in der Wesermarsch angekommen.

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