GANSPE, 22. Juni 2011


„Diese Jungs kann man gut gebrauchen“

Handwerk Zwei Wandergesellen unterstützen den Familienbetrieb Deters in Ganspe beim Holzbau


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Die Gesellen Matthias Spreizer und Kay-Henning Kruse (von links) verlegen Teakholz auf dem Deck einer Segeljacht. Sie arbeiten seit sechs Wochen auf der Deters-Werft in Ganspe. BILD: Jan Lehmann  Bild vergrößern

Inzwischen sind Kay-Henning Kruse und Mathias Spreizer schon sechs Monate auf der Werft. Hier sammeln der Zimmermann und der Tischler neue Berufserfahrungen.

von Jan Lehmann

Ganspe - „Diese Jungs kann man gut gebrauchen, sie arbeiten sauber und ordentlich.“ Wenn ein Meister so etwas über seine Gesellen sagt, muss es ja stimmen. Werft-Chef Klaus Deters und sein Bruder Dirk sind mit der Arbeit des Zimmermanns Kay-Henning Kruse (22) und des Tischlers Mathias Spreizer (25) so zufrieden, dass sie den Arbeitsvertrag verlängert haben. Seit sechs Wochen unterstützen die beiden Wandergesellen nun schon den Familienbetrieb bei Holzarbeiten.

NWZ -Leser kennen die beiden Männer bereits, weil sie vor einiger Zeit durch Brake gewandert waren. Nun haben die beiden Handwerker ihre Wanderhüte abgelegt und die Arbeitshüte aufgesetzt. Auf der Deters-Werft lernen sie die Besonderheiten der Holzverarbeitung im Bootsbau kennen. „Die Gänge werden hier erst gebogen und dann verlegt“, erklärt Kruse, während er auf dem Oberdeck einer Yacht Teakholz verlegt. Ein wenig kennt sich der Schleswig-Holsteiner mit der Materie aus, denn er besitzt einen Segelschein.

Tischler Mathias Spreizer hat in seiner Heimat im Breisgau weniger mit Bootsbau zu tun und ist deshalb besonders froh über die Chance, die sich ihm in Norddeutschland bietet.

Darüber, dass das Arbeiten in kleineren Familienbetrieben angenehm ist, sind sich beide einig: Sie gehören sofort zum Team, und bei der Arbeit geht alles per Du.

Soziale Kontakte sind den beiden Männern, die sich drei Jahre und einen Tag lang nur auf 60 Kilometer ihrem Heimatort nähern dürfen, besonders wichtig. Denn mit ihren Verwandten zu Hause sprechen sie höchstens über das Münztelefon. Handys auf der Wanderschaft, das ist gegen die Ehre der Gesellen. Allzu entbehrungsreich ist das Wanderleben aber nicht: Nach der Arbeit freuen sich die Männer auf ein gepflegtes Bier in einer Gansper Kneipe

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