Ausschuss schmeckt Salz in Weser nicht
Stellungnahme Vorhaben der K+S GmbH wird abgelehnt – F-Plan geändert
Brake - Einstimmig hat der Bauausschuss der Stadt Brake am Donnerstag die Stellungnahme der Stadtverwaltung zur geplanten Einleitung von salzhaltigem Wasser in die Werra (und in deren Folge auch in die Weser) beschlossen (NWZ berichtete). Die Stadt Brake hat erhebliche Bedenken gegen das Vorhaben der K+S GmbH. „Eine zusätzliche Versalzung der Weser und eine schädigende Versalzung landwirtschaftlicher Flächen und sonstiger Flächen im Eigentum der Stadt Brake kann nicht mit der erforderlichen Sicherheit ausgeschlossen werden“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.
Befürchtet werden außerdem „schwerwiegende negative Auswirkungen auf das Weserwasser und sonstige Belange, insbesondere der Wasserwirtschaft oder den Tourismus“, sagte Bauamtsleiter Matthias Wenholt. Die Stadt fordert daher die Erweiterung des Untersuchungsraums für das geplante Vorhaben bis zur Wesermündung, außerdem die Einrichtung von (dauerhaften) Messstellen.
Hans-Otto Meyer-Ott hatte angeregt, in diese Stellungnahme die Forderung aufzunehmen, anstatt der Gewässereinleitung in die Werra den Bau einer Rohrleitung bis zur Wesermündung zu fordern. „Die Salzlauge gehört weder in die Werra noch in die Weser, geschweige denn in die Nordsee“, widersprach Walter Erfmann (UWG). Mit Blick auf Umweltschutz und die nachfolgenden Generationen dürfe das Einleiten generell nicht erlaubt werden.
Heinz-Wilhelm Bergmann (SPD) sprach sich ebenfalls gegen die Rohrleitung aus. Wenn das salzhaltige Wasser in die Nordsee geleitet werde, dann komme es durch Ebbe und Flut immer wieder in die Weser hinein, dadurch würde sich die Salzkonzentration noch erhöhen.
Bauamtsleiter Wenholt räumte allerdings ein, dass es keineswegs sicher sei, die Planfeststellung des Vorhabens mit dieser Stellungnahme verhindern zu können.
Der Fachausschuss hat die Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Kirchenstraße/Am Ahrenshof einstimmig empfohlen. Damit wird dem Schreibwarenladen (mit Lotto-Toto-Annahmestelle und Postagentur) der Umzug vom bisherigen Standort auf die andere Straßenseite ermöglicht.
Die Änderung war notwendig, weil der neue Laden in einem Gebäude eingerichtet werden soll, das bisher ausschließlich für Wohnzwecke genutzt wurde.
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