BRAKE, 4. Juni 2011


Skipper machen Bogen um Brake

Wassersport Wartezeiten durch Schleuse – Vision von „maritimem Schaufenster“


Der BrakeVerein hat bereits Gespräche mit N-Ports geführt. Eine Lösung könnte eine Fernbedienbarkeit darstellen.

von Detlef Glückselig

Brake - Die Kreisstadt verfügt zwar über Liegeplätze für Sportboote, und zwar in direkter Innenstadtnähe im Binnenhafen. Dennoch machen viele Skipper einen großen Bogen um Brake – sie scheuen die aufwendige Prozedur des Ein- und Ausschleusens, die notwendig ist, um in den Binnenhafen einlaufen und ihn wieder verlassen zu können.

Bei der jüngsten Hauptversammlung des BrakeVereins sprach ein Mitglied – selbst Skipperin – das Problem an. Tina Tönjes, Geschäftsleiterin von Brake Tourismus & Marketing bestätigte am Freitag auf Nachfrage der NWZ : Manche Skipper meiden Brake. Die Zahl der Wassersportler, die die Kreisstadt anlaufen, wäre vermutlich höher, wenn das Ein- und Ausschleusen einfacher wäre.

Der BrakeVerein hat im Hinblick auf die Tourismusförderung ein Interesse daran, möglichst viele Skipper als Gäste in Brake begrüßen zu können – sie bringen Geld in die Stadt. Deshalb, so Tina Tönjes, seien auch bereits Gespräche mit Niedersachsen Ports als Eigentümerin der Schleuse geführt worden.

Nach Auskunft von Heiko Eichler, 2. Vorsitzender des Braker Ruder- und Segelvereins (BRSV), wird die Binnenhafenschleuse vom Pier-Wachdienst bedient. Wer ein- oder ausgeschleust werden möchte, müsse dort anrufen und bekomme dann einen Termin zugewiesen. Mit dem Verein seien bestimmte Zeit für das Ein- und Ausschleusen vereinbart, ergänzt Heiko Uflacker, Leiter der Braker N-Ports-Niederlassung.

Grundsätzlich klappe alles gut, betont Eichler. Da der Pier-Wachdienst aber auch noch andere Aufgaben habe, stehe er nicht pausenlos für den Schleusendienst zur Verfügung. Entsprechend käme es mitunter zu Wartezeichen und Verzögerungen.

Uflacker schwebt vor, künftig eine Fernbedienbarkeit der Schleuse zu ermöglichen. Technisch sei das machbar. Der Pier-Wachdienst könnte dann auf Anfragen schneller reagieren, und die Wartezeiten ließen sich verkürzen.

Bürgermeister Roland Schiefke hat sich mit dem Problem ebenfalls beschäftigt. Seine Vision ist es, dass die Stadt Brake die Schleuse eines Tages von N-Ports übernimmt und den Betrieb dem BRSV überträgt. Der könnte einen Schleusendienst organisieren und den Skippern das Ein- und Ausschleusen erleichtern.

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Schiefke denkt sogar noch ein bisschen weiter: Er würde den Binnenhafen am liebsten in eine „maritimes Schaufenster“ mit zusätzlichen Liegeplätzen für Sportboote und dazu passenden Angeboten für die Skipper verwandeln. Nichts zuletzt angesichts der Haushaltslage der Stadt Brake ist das zurzeit allerdings reine Zukunftsmusik.






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