Sie können zielgerichtet helfen
Deutsches Rotes Kreuz 15 Teilnehmer bestehen Sanitätsdienstausbildung
Einsatz für die Gemeinschaft: Die Ausbilder mit den künftigen Helfern im Sanitätsdienst BILD: Marco Busch 
von Torsten Wewer
Wesermarsch - Ob Theateraufführung, Stadtfest oder Konzert: Bei vielen Veranstaltungen in der Wesermarsch sind sie stille Mitwirkende im Hintergrund. Erst wenn jemand unerwartet in eine Notlage gerät und fachmännische Erste Hilfe benötigt, kommen sie zum Einsatz – die ehrenamtlichen Sanitäter der Hilfsorganisationen. Sie opfern ihre Freizeit, um sich unermüdlich für die Gemeinschaft einzusetzen.
Weil aber der gute Wille allein nicht ausreicht, müssen diese Helfer beispielsweise beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) eine Sanitätsdienstausbildung mit einem Umfang von mindestens 24 Doppelstunden erfolgreich absolvieren, bevor sie auf Straßenfesten, Sportveranstaltungen oder kulturellen Angeboten eigenverantwortlich ihren Dienst leisten. „Im Notfall kommt es auf jeden Handgriff an. Schließlich geht es im schlimmsten Fall um ein Menschenleben“, erklärt Marco Busch aus Brake, der als verantwortlicher Ausbilder die DRK-Sanitätsdienstausbildung leitet.
Theorie und Praxis
15 Teilnehmer aus der Wesermarsch und Bremen haben sich seit November vergangenen Jahres dieser Herausforderung gestellt und ihre Ausbildung in den Räumen der Bereitschaft Oldenbrok erfolgreich absolviert. Hier haben sie am Sonntag auch den Abschluss der theoretischen und praktischen Unterweisungen begangen. „Die Teilnehmer haben gelernt, lebensbedrohliche Situationen zu erkennen und darauf zielgerichtet und mit einfachen Materialien zu reagieren“, umschreibt Busch die Ausbildungsinhalte. Doch damit nicht genug, sie müssen nun alljährlich eine bestimmte Anzahl Fortbildungsstunden nachweisen, um ihm Sanitätsdienst eingesetzt zu werden. „Die Fortbildungen dienen zum einen der Auffrischung, sind aber auch notwendig, um eventuelle Veränderungen bei der Ersten Hilfe zu besprechen“, erklärt Busch.
Die Gründe an diesem nicht alltäglichen Lehrgang teilzunehmen, sind unterschiedlich. Anja Siemer von der Bereitschaft Oldenbrok sagt beispielsweise, dass es für sie wichtig ist neben ihrem Beruf einer Freizeitbeschäftigung nachzugehen, die mit Verantwortung verbunden sei und gleichzeitig die Chance bietet, andere Menschen kennenzulernen.
Für Dana Wieting – ebenfalls von der Bereitschaft Oldenbrok – hingegen war es wichtig, dass neben der fachlichen Ausbildung die individuelle soziale Kompetenz gestärkt wird.
Unterschiedliche Motive
So unterschiedlich die Motive auch waren, in einer Sache waren sich alle einig, betont Busch: Das Bestehen eines Lehrgangs, der zahlreiche neue Möglichkeiten der Beschäftigung innerhalb des DRK ermöglicht, ist ein schöner Start in das neue Jahr.
Neben Dana Wieting und Anja Siemer haben Maik Peters, Vanessa Rathekamp, Fenja Rüthemann, Selina Jens und Jessica Peters (alle Bereitschaft Oldenbrok), Christoph Strohbach (Elsfleth), Franziska Schmidt, Mimouna Bouguern und Marcel Sosna (Lemwerder), Robert Ziebold, Johann Martin Heidel und Maximilian Vogt (Nordenham) sowie Madeleine Bertram vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bremen die Ausbildung erfolgreich absolviert.
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