Fachbüro soll Maßnahmen erarbeiten
Klimaschutz SPD/Grünen-Gruppe im Stadtrat beantragt Konzept – CO-Bilanz erster Schritt
von Detlef Glückselig
Brake - Für die Stadt Brake soll ein Klimaschutzkonzept erstellt werden. Das beantragt die SPD/Grünen-Gruppe im Stadtrat. Bei seiner nächsten öffentlichen Sitzung, die am 16. Februar um 18 Uhr im Ratssaal beginnt, soll sich der Bau-, Planungs-, Energie- und Umweltausschuss des Stadtrats mit dem Anliegen der Gruppe beschäftigen.
Der Antrag sieht vor, dass die Stadt Fachbüros beauftragt, die zunächst den Ist-Zustand in Sachen CO-Ausstoß in Brake feststellen. Das soll nach Auskunft des Grünen- Ratsherren Hans-Otto Meyer-Ott „sektorenweise“ für alle relevanten Bereiche geschehen – angefangen beim Verkehr über den Wohnungsbau und die städtischen Gebäude bis hin zu den Wirtschaftsbetrieben in der Kreisstadt.
Auf der Basis dieser Status-Quo-Ermittlung soll in einem nächsten Schritt ein Maßnahmenkatalog mit konkreten Zielen entwickelt werden. Daran sollen alle betroffenen Akteure beteiligt werden. Abgestimmt werden soll das Konzept mit dem Landkreis Wesermarsch, bei dem sich eine Arbeitsgruppe des Kreistags ebenfalls mit dem Thema Klimaschutz befasst und laut Meyer-Ott an einem gemeinsamen Leitbild mit der Stadt Bremerhaven und dem Landkreis Cuxhaven arbeitet.
Gedanken gemacht hat die SPD/Grünen-Ratsgruppe sich auch über die Finanzierung des Konzepts. Sie rechnet mit einem Kostenaufwand in Höhe von 45 000 Euro und will diese Summe in den Haushaltsplan für 2012 aufgenommen wissen. Das ist ebenfalls ein Bestandteil des Antrags. Die Stadt müsste letztlich selber aber nur 15 000 Euro aufbringen. Denn nach Informationen der Grünen besteht die Chance, Fördermittel aus der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung einzuwerben. Klappt das, würde der Bund 65 Prozent der Kosten – insgesamt 30 000 Euro also – übernehmen.
Wie Hans-Otto Meyer-Ott deutlich macht, muss der Antrag auf Fördermittel allerdings bis spätestens zum 31. März beim Bundesumweltministerium vorliegen, damit noch in diesem Jahr eine Entscheidung darüber gefällt wird und Geld fließen kann.
Der Ratsgruppe ist klar, dass Klimaschutzmaßnahmen nicht von heute auf morgen fruchten. Das Konzept ist auf Langfristigkeit angelegt.
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