ECKWARDERHöRNE, 3. November 2009


1000 Unterschriften für das Oberfeuer

SCHIFFFAHRTSZEICHEN Sponsoren für Erhalt gesucht – Im Januar offizielle Gründung der Initiative


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Blick auf Eckwarderhörne mit dem Leuchtturm und hier auch mit Kunstfiguren, die Rainer Boedecker aus Eckwarder Altendeich in die Grünflächen am Deich gemäht hatte. ARCHIVBILD: RAINER BOEDECKER  Bild vergrößern

AUCH EIN INFORMATIONSZENTRUM ZUR GESCHICHTE DES PREUßENECKS IST IN DER DISKUSSION. KOMMUNALPOLITIKER ZIEHEN MIT.

VON HORST LOHE

Eckwarderhörne - In der Diskussion um das vom Abriss bedrohte Oberfeuer in Eckwarderhörne hat eine Bürgerinitiative jetzt mehr als 1000 Unterschriften von Bürgern und Gästen gesammelt, die sich für den Erhalt des Leuchtturms auf dem Deich in Eckwarderhörne aussprechen.

Bereits am 13. August hatte sich in der Strandhalle eine kleine Gruppe interessierter Bürger und Kurgäste formiert, die sich für den Erhalt des Oberfeuers einsetzen will. Auf Initiative des DLRG-Rettungsschwimmers Markus Fittinghoff aus Dortmund und des Wattführers Matthias Schulz aus Süllwarden startete die Unterschriftenaktion.

Damit sollen alle politischen Gremien, Behörden, Vereine und Wirtschaftsverbände um Unterstützung gebeten werden. Sponsoren werden gesucht.

Fahrrinne wird verschwenkt

Hintergrund der Aktivitäten sind die Pläne des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven, nach Fertigstellung des im Bau befindlichen Tiefwasserhafens an der Jade das Oberfeuer Eckwarderhörne zu demontieren. Die NWZ hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres berichtet, dass im Zuge des Baus des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven der Fahrwasserabschnitt verschwenkt wird, der von der so genannten Richtfeuerlinie Eckwarden befeuert wird.

Im „Friesenhof“ in Eckwarden ist jetzt laut Bürgerinitiative das Ergebnis der Unterschriftenaktion und das weitere Vorgehen mit Vertretern des Bürgervereins Eckwarden und Gästen in Gegenwart der Kreistagsabgeordneten Helmut Siefken, Fritz Wiechmann und Ernst Tannen sowie des Ratsherrn Jannes Bergsma besprochen worden.

Ernst Tannen berichtete über seinen Schriftverkehr mit dem Bundesverkehrsministerium als obersten Dienstherren der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Das Ministerium habe in der Antwort auf den Landschaftsschutz des Wattenmeeres und die Möglichkeit der Förderung aus dem Sonderprogramm „Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten“ hingewiesen. Dabei müssten allerdings die Kommunen entscheidend mitwirken.

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Deichband will helfen

Auch Deichbandsvorsitzende Leenert Cornelius begrüße das Anliegen der Bürgerinitiative ausdrücklich und wolle helfend unterstützen.

Die Unterstützung des Deichbandes sei bedeutend für den Erfolg der Bürgerinitiative, weil sich der Leuchtturm mit einer massiven und tiefen Betongründung im Deichkörper befindet und der Deichband als Eigentümer und Träger des Küstenschutzes ein entscheidendes Mitwirkungsrecht für die Zukunft des Leuchtturmes habe.

In einer zweiten Gesprächsrunde war man sich laut Mitteilung der Bürgerinitiative recht bald einig, die Ziele präzise festzulegen und die formelle Gründung Anfang 2010 in einer öffentlichen Versammlung zu beschließen.

Bei der Erörterung der touristischen Nutzung des Leuchtturmes als Wahrzeichen und des dort vorhandenen massiven Nebengebäudes (Trafohäuschen) wurde auch die Errichtung eines Ausstellungsraumes als Dokumenten- und Informationszentrum zur Geschichte des so genannten Preußenecks und des einstmaligen Dorfes Eckwarderhörne erwogen.

Zu Organisationsleitern und Sprechern wurden einmütig Markus Fittinghoff ( 04736/1030685) und Matthias Schulz ( 04736/102010) gewählt. Die Versammlung soll für Ende Januar 2010 vorbereitet werden. Auch Landrat Höbrink und Deichbandsvorsitzenden Cornelius sollen eingeladen werden.




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