Baggerung muss jährlich wiederholt werden
Verschlickung Grüne legen Forderungskatalog für Erhaltung des Prieles vor
von Jochen Eilers
Fedderwardersiel - Einen Forderungskatalog, der den einstimmigen Landtagsbeschluss zur Erhaltung der Schiffbarkeit von Hafen und Priel in Fedderwardersiel verwirklichen soll, haben die Grünen des Ortsverbandes Butjadingen aufgestellt. Den gaben sie den hafenpolitischen Sprecherinnen Dr. Valerie Wilms (Bundestagsfraktion) und Elke Twesten (Landtagsfraktion) anlässlich ihrer Teilnahme an der hafenpolitischen Veranstaltung in Fedderwardersiel (die NWZ berichtete) mit auf den Weg.
Die Grünen fordern jährliche Baggerungen vor der Hafenzufahrt. Die im April und Mai vom Hopperbagger Seekrabbe vorgenommene Baggerung sei äußerst erfolgreich gewesen und habe eine spürbare Verbesserung in der Hafenzufahrt gebracht. Solche Baggerungen müssten aber jährlich wiederholt werden.
Die zweite Forderung der Grünen ist die Untersuchung von Funktion, Ausführung, Auswirkung und Kosten der sogenannten Wega-Rinne nebst Leitdamm durch ein „regierungsunabhängiges“ Ingenieurbüro. Daten seien für eine solche Untersuchung bei der Forschungsstelle Küste bereits vorhanden. Sie bräuchten nur ausgewertet werden. Die Kosten dafür schätzen die Grünen auf rund 20 000 Euro.
Ebenso sollen Alternativen zur Wega-Rinne gesucht werden, wobei die Grünen fürchten, dass es keine Alternativen mehr gebe. Allein der Versuch, Strohballen als Leitdamm zu installieren, habe sich als teurer Schlag ins Wasser erwiesen. Abschließend fordern die Grünen eine Diplomarbeit über den Langwarder Groden in seiner Funktion als Spülpolder. Neben den Grünen-Politikern schloss sich auch Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg diesen Forderungen an.
Geld für die Umsetzung dieses Kataloges gäbe es sogar im Niedersächischen Haushalt, machte Elke Twesten deutlich. „Die Politik müsse nur grünes Licht geben“.
Landtagsabgeordnete Ina Korter machte deutlich, dass sie den Eindruck habe, dass Butjadingen endlich mit einer Stimme vom Verschlickungsproblem spreche und nicht mehr, wie früher, selbst zerstritten ist. „Das macht es für uns einfacher, denn so kann man uns und die berechtigten Forderungen nach dem Prielerhalt nicht mehr auseinanderdividieren“.
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