Gedankenspiele um Campingplätze
Tourismus Verhandlungen über Anlagen in Burhave und Tossens dauern weiter an
Wirtschaftliches Sorgenkind: Trotz des mittlerweile attraktiven touristischen Umfelds wirft die Camping-Anlage in Burhave keine Gewinne ab. Grund ist unter anderem, dass Camping nur saisongebunden möglich ist. ArchivBILD: Horst Lohe 
von Mark Brüggemann
Burhave - Noch keine langfristige Lösung in Sicht: Weiter unklar ist das Schicksal der Campingplätze in Tossens und Burhave, die seit 2003 die Knaus Camping AG aus Bayern betreibt.
Zwar haben die Aufsichtsräte der Kurgesellschaften Butjadingen Kur und Touristik GmbH (BKT) und Tourismus-Servicegesellschaft Butjadingen (TSB) jetzt grünes Licht dafür gegeben, den im Dezember auslaufenden Pachtvertrag mit Knaus um ein weiteres Jahr zu verlängern. Wie es danach mit den beiden Campingplätzen weitergeht, soll aber erst bis Ende dieses Jahres entschieden werden.
Gutachten bis Jahresende
„Wir müssen uns jetzt Gedanken machen, wie Camping in Butjadingen die nächsten zehn Jahre aussehen soll“, sagt Robert Kowitz, Geschäftsführer der BKT. Deshalb will er im letzten Quartal dieses Jahres ein Gutachten vorlegen, das mögliche Szenarien für die beiden Campingplätze prüft. Neben einer Pachtverlängerung für Knaus ist auch möglich, dass die BKT selbst wieder den Betrieb der beiden Plätze übernimmt.
Die Knaus AG würde die Anlagen in Burhave und Tossens gern weiter betreiben, zusätzlich zum Campingplatz Eckwarderhörne, den das Unternehmen 2003 gekauft hat.
„Der Betrieb hat nur in diesem Dreier-Ensemble Sinn“, sagt Knaus-Regionalmanager Wilhelm Has. Er bedauert, dass die Plätze in Tossens und Burhave „Begehrlichkeiten wecken, jetzt, wo wir sie auf Vordermann gebracht haben“.
Sorgen bereitet sowohl der Knaus AG als auch den Kurgesellschaften die wirtschaftliche Situation der beiden Anlagen. „In Tossens machen wir nach wie vor keine Gewinne, in Burhave können wir zufrieden sein, wenn wir am Ende des Jahres eine schwarze Null schreiben“, sagt Wilhelm Has. Zwar habe Burhave einen der größten Reisemobile-Häfen an der Nordsee, doch nehme Knaus pro Reisemobil nur ein Drittel dessen ein, was Gespannwagen brächten.
Wintercamping anbieten
Nach Ansicht von Robert Kowitz müssen zur Verbesserung der Einnahmen in Burhave und Tossens Möglichkeiten zum Wintercamping geschaffen werden. Sollte der Pachtvertrag mit Knaus nicht über den Dezember 2011 hinaus verlängert werden, müsse die BKT eben das Know-How einkaufen, das sie seit Verpachtung der beiden Campingplätze vor sieben Jahren verloren habe.
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