TOSSENS, 3. August 2010


Western-Treffen soll Zukunft haben

Veranstaltung Unbeständiges Wetter trübt Premiere am Friesenstrand – Dennoch zweites Festival 2011


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Eine der Reitvorführungen während des Festivals am Friesenstrand. BILDer: Jochen Eilers  Bild vergrößern

Countrymusik zog Besucher aus ganz Norddeutschland an. Gleich acht Konzerte gaben Bands und Musiker am Tossenser Strand.

von Jochen Eilers

Tossens - Ohrenbetäubender Knall schreckt die Besucher auf. Über den Tossenser Friesenstrand zieht eine große weiße Rauchwolke. Was da mehrfach knallte, war der Nachbau einer Kanone aus Zeiten des amerikanischen Bürgerkrieges. Bedient wurde die Kanone von mehreren Soldaten der Nordstaaten im Bürgerkrieg, dargestellt von Mitgliedern des Westernclubs Cheyenne aus Zetel.


Verein Cheyenne aus Zetel
Ihr Auftritt war einer der Höhepunkte des 1. Western- und Country-Festivals in Butjadingen am vergangenen Wochenende. Die 19 Westernfreunde aus Zetel zeigten während der drei Tage das Leben der Soldaten während des Bürgerkriegs (1861 bis 1865) und das Leben von Indianern und Siedlern im Wilden Westen.

Was sich kleine Jungen unter Cowboy- und Indianer-Spielen vorstellen, ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was die Cheyennes zeigten. Mit ihrer Zeltstadt machten sie aufmerksam auf die damals doch teils kargen und schwierigen Lebensumstände der amerikanischen Ureinwohner und der Siedler.

Natürlich gehörte neben der Ernsthaftigkeit auch die Show zum Auftritt der Westerndarsteller. Neben den Kanonenschlägen präsentierten sich die Männer und Frauen in unterschiedlichen, aufwendig gearbeiteten Uniformen, Kleidern oder der Siedler-Kluft.

Mehrere Shows boten Toni Finkenzeller aus Zetel und seine Reiter bei ihren Reitvorführungen. Ganze 16 Pferde unterschiedlicher Rassen hatten die Reiter mit zum Friesenstrand in Tossens gebracht. Einige von ihnen zeigten mit ihren Reitern verschiedene Westernvorführungen – darunter auch Arbeitstechniken, die noch heute bei der amerikanischen Rinderzucht von Cowboys angewendet werden. Vor allem das Seitwärts- und Rückwärts-Reiten mit diesen speziell trainierten Pferden war für die Zuschauer interessant.

Den größten Part beim 1. Westernfestival nahm jedoch die Countrymusik ein. Gleich acht Konzerte gaben Bands und Musiker auf der Bühne. Darunter auch bekannte Größen wie die Slow Horses, der Neuseeländer Peter Caulton und Matt Walker’s After T.

Vor allem das Musik-Programm sorgte für Besucher aus ganz Norddeutschland. Mit Zelten, Campingwagen und Wohnmobilen war eine große Western-Gemeinde für das ganze Wochenende an den Friesenstrand gekommen. Sie war auch an ihren Kostümen und ihren Western-Hüten zu erkennen.

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Doch auch Anfänger-Cowboys konnten sich mit dem Notwendigen eindecken, denn auf dem Areal waren auch viele Stände mit nachgemachter Dekoration, Bekleidung und Schmuck aus den Zeiten des Wilden Westens zu finden – vom Hut bis zum Long John, einer roten Ganzkörperunterwäsche.

Veranstaltet worden war das 1. Westernfestival von Viola Marek und Michael Blahm, die auch die Gastronomie am Friesenstrand betreiben. Michael Blahm war mit den Besucherzahlen am Sonnabend nicht ganz zufrieden. „Das Wetter ist einfach zu unbeständig und hält wohl die Besucher ab“, war sein erstes etwas enttäuschtes Resümee.


Am Abend 600 Besucher
Doch schon am Abend war seine Laune viel besser, denn das Konzert am Abend lockte über 600 Besucher an den Friesenstrand. Darunter auch eine Gruppe Nordenhamer, die spontan beim Line-Dance mitmachten.

Besser besucht war das Festival am Sonntag. Deshalb will Michael Blahm auch am Westernspektakel festhalten. „Es braucht erst einmal drei Jahre, bis sich so eine Veranstaltung etabliert hat, aber das halten wir durch“, verspricht Blahm ein zweites Westernfestival 2011 in Tossens.




 



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