BUTJADINGEN, 4. Februar 2012


Ausgleich durch finanzielle Leistungen ermöglichen

Naturschutz CDU-Landtagsfraktionschef Björn Thümler regt gesetzliche Änderungen an


In manchen Regionen seien die Flächen knapp. Bestes Grünland sollte nicht aus der Produktion genommen werden.

bn

Butjadingen - Eingriffe in Natur und Landschaft sollen nicht allein durch Ausgleichsflächen, sondern auch durch finanzielle Leistungen für den Naturschutz kompensiert werden können. Dafür will sich jetzt Björn Thümler, Vorsitzender der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion einsetzen.

Den Anlass für seine Initiative bilden die Auseinandersetzungen um die im Langwarder Groden geplanten Kompensationsmaßnahmen unter anderem für den Bau des Jade-Weser-Ports.

„Angesichts der knappen Flächen in manchen Regionen ist nicht nachvollziehbar, dass mit hohem finanziellen Aufwand bester Ackerboden und bestes Grünland aus der Produktion genommen wird, um als Ausgleichsfläche zu dienen. Die finanziellen Mittel hierfür können an anderer Stelle sinnvoller eingesetzt werden, um etwa wertvolle Biotope unter Schutz zu stellen“, so Björn Thümler.

Angesichts des zunehmenden Flächenverbrauchs durch Infrastrukturmaßnahmen, Siedlungs- und Gewerbeflächen mahnte Thümler einen sparsameren Umgang mit landwirtschaftlichen Nutzflächen an. „Fruchtbarer Acker und wertvolles Grünland sind begrenzte Ressourcen, die sich nicht vermehren lassen. Vor dem Hintergrund der steigenden Weltbevölkerung ist es unverantwortlich, dass bundesweit pro Sekunde elf Quadratmeter ertragreiches Land verloren gehen.“ Der Flächenbedarf dürfe nicht durch bürokratische Ausgleichsregelungen erhöht werden.

Björn Thümlers Anregung, auch einen Ausgleich durch finanzielle Leistungen zu ermöglichen, soll jedoch nicht die öffentlichen Kassen füllen. Vielmehr sollen die Einnahmen genutzt werden, um bestehende Naturschutzgebiete qualitativ zu verbessern.

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