Keine Unterstützung vom Landesvater
Langwarder Groden David McAllister hält Schleifung des Vordeiches für eine „geeignete Maßnahme“
von Rolf Bultmann
Burhave - Die Bemühungen der Gemeinde Butjadingen und der Bürgerinitiative, eine Schleifung oder Öffnung des Vordeiches am Langwarder Groden zu verhindern, haben einen weiteren Dämpfer erhalten. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) wird die Butjenter bei ihrem Kampf für eine andere Lösung nicht unterstützen.
Das geht aus dem Antwortschreiben hervor, dass die Gemeinde auf ihr vom Rat beschlossenes Bittschreiben vom Landesvater erhalten hat und worüber Bürgermeister Rolf Blumenberg die Ratsmitglieder während ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Burhaver Rathaus unterrichtete.
Die Sorgen der Butjadinger im Zusammenhang mit der geplanten Ausgleichsmaßnahme im Langwarder Groden werde seitens der Landesregierung ernst genommen, teilte David McAllister mit. Er stellt aber auch fest, dass nach umfangreichen Erörterungen „die geplante Schleifung des sogenannten Sommerdeiches nach wie vor eine geeignete Maßnahme darstellt, die den Vorgaben der Planfeststellungsbeschlüsse vollumfänglich entspricht“.
Der Ministerpräsident sieht in der Schleifung des Vordeiches auch keine Minderung der Deichsicherheit in Butjadingen. Deren strengster Berücksichtigung sei eine Vorgabe für die Kompensationsmaßnahme. So werde der schon jetzt den gesetzlichen Standards entsprechende Hauptdeich verstärkt, ehe die Schleifung des Vordeiches erfolge. „Eine Gefährdung der Bevölkerung ist daher ausgeschlossen“, so David McAllister.
Grünen-Fraktionschef Jürgen Sprickerhof wies in der Ratssitzung darauf hin, dass andere Deichanschnitte zwischen Eckwarderhörne und dem Langwarder Groden viel dringender ertüchtigt werden müssten. Dass dies wegen der Maßnahmen am Langwarder Groden unterbleibe, sei unverantwortlich.
Unabhängigen-Ratsherr Lambertus Poll erinnerte daran, dass es nach wie vor nicht gelungen sei, die Umweltverbände von einer Schleifung oder Öffnung des Vordeiches abzubringen. Ohne deren Zustimmung sei auch von der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft wohl kaum zu erwarten, dass sie zu einer Änderung der Ausgleichsmaßnahme bereit ist.
Bürgermeister Rolf Blumenberg hofft auf einen kurzfristigen Erfolg der Initiative von Björn Thümler. Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion möchte noch einmal alle Beteiligten an einen Tisch bekommen, damit eine einvernehmliche Lösung gefunden wird.
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