Weniger Anlagen liefern mehr Strom
Windenergie IFE Eriksen AG hat in Ahndeich/Inte 30 Millionen Euro in das Repowering investiert
Durch die acht neuen 120 Meter hohen Windkraftanlagen produziert der Windpark Ahndeich/Inte künftig fast die dreifache Strommenge. BILD: Tanja Schur 
von Rolf Bultmann
Butjadingen - Jährlich rund 33,2 Millionen Kilowattstunden Strom, der den Bedarf von rund 8300 Vier-Personen-Haushalten decken würde, sollen künftig im Windpark Ahndeich/Inte bei Stollhamm produziert werden. Rund 30 Millionen Euro hat der Eigentümer und Betreiber, die IFE Eriksen AG, in ihr jetzt abgeschlossenes erstes Repowering-Projekt investiert.
Acht neue Windkraftanlagen des Herstellers Enercon, die eine Höhe von 120 Meter haben, mit einer Gesamtleistung von 18,4 Megawatt ersetzen die bisherigen 14 Altanlagen (65 Meter hoch). 1995 hatte die IFE Eriksen AG den Windpark Ahndeich/Inte mit einer Gesamtleistung von 7 Megawatt errichtet. „Der Windpark Stollhamm war der erste Windpark in unserer Firmengeschichte und ist jetzt unser erstes abgeschlossenes Repowering-Projekt“, erklärt Jakobus Smit, Vorstandsmitglied der IFE Eriksen AG.
„In Stollhamm zeigt sich deutlich der Wandel der Technik. Vor 15 Jahren haben wir die damals modernsten Anlagen geordert und eingesetzt. Nach dem Repowering produzieren wir bei etwa halbierter Anlagenzahl fast die dreifache Menge an umweltfreundlichen Strom“, so Smit
Davon profitiert auch die Gemeinde Butjadingen. Die Regelungen zur Gewerbesteuer sichern den Standortgemeinden seit 2009 mindestens 70 Prozent des Gewerbesteueraufkommens. So werden durch eine größere installierte Leistung und höhere Erträge auch mehr Gewerbesteuereinnahmen erzielt.
„Die Gemeinde Butjadingen hat nur wenig Spielraum für Mehreinnahmen. Eine Ausnahme bilden die Gewerbesteuern aus den Windparks. Zudem ist die Gemeinde einer der wichtigsten Standorte für Windenergie in Norddeutschland und möchte ihren Beitrag zur Energiepolitik des Landes noch weiter steigern. So kam der Plan der IFE Eriksen AG, den Windpark Stollhamm zu repowern, für die Gemeinde sehr gelegen“, erklärt Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg.
Der zeigte sich auch mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. Die IFE Eriksen AG habe großen Wert auf eine transparente und frühzeitige Kommunikation gelegt und professionell die Repoweringpläne umgesetzt.
Die werden derzeit auch im Windpark Schütting realisiert. Dort werden sieben 2,3 Megawatt-Windkraftanlagen errichtet. Die ebenfalls 120 Meter hohen Windräder sollen die acht 500-Kilowatt-Anlagen ersetzen, die 65 Meter hoch sind. Nach Auskunft der Nordtank Betriebs- und Verwaltungs GmbH in Ostenfeld bei Husum wird mit einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro die Nennleistung des Windparks von 4 auf 16,1 Megawatt gesteigert.
Ein weiteres Repowering ist für den diesjährigen Herbst geplant. Dann sollen im Windpark Ahndeich/Deichhof die fünf 500-Kilowatt-Anlagen durch vier 2,3-Megawatt-Windräder ersetzt werden. Über 10 Millionen Euro wird die in Nordenham ansässige Wind-Bö-Windkraftanlagen GmbH in das Vorhaben investieren.
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