BUTJADINGEN, 23. Februar 2012


„Deich als Denkmal schützen“

Langwarder Groden SPD möchte Ausgleichsmaßnahmen verhindern


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Kreistagsfraktion besucht die Umweltstation. Vernässung der Salzwiesen sei zu prüfen, hieß es.

ULS

Butjadingen - Ob der Sommerdeich des Langwarder Grodens ein zu schützendes Denkmal ist, möchte die SPD-Kreistagsfraktion klären lassen. Sie wird die Verwaltung gegebenenfalls beauftragen, nach Möglichkeiten zu suchen, den Denkmalschutz durchzusetzen.

Die verfahrene Situation rund um den Langwarder Groden und die dort geplanten Ausgleichsmaßnahmen waren ein Grund für die SPD-Kreistagsfraktion, die Umweltstation in Iffens zu besuchen. Dr. Wolfgang Meiners, Leiter der Umweltstation, ist BUND-Kreisvorsitzender. Der Umweltverband ist im Verfahren um den Langwarder Groden involviert.


Kompromissvarianten
Die SPD-Fraktion der Gemeinde Butjadingen hatte sich in der Vergangenheit bei verschiedenen Gelegenheiten gegen die geplante ökologische und ökonomische Ausgleichsmaßnahme ausgesprochen. Lösungsmöglichkeiten sehen die SPD-Mitglieder des Gemeinderats und des Kreistages in Kompromissvarianten, die nur mit Hilfe und Entgegenkommen der Umweltverbände erwirkt werden können. Hier sahen die Fraktionen in Wolfgang Meiners den kompetenten Ansprechpartner, hatte er sich nach den Worten von Christian Bergmann, Vorsitzender der SPD Butjadingens, in der Vergangenheit „abweichend von der Meinung des Landes-BUND und kompromissbereit geäußert“.

Ebenfalls anwesend war Bürgermeister Rolf Blumenberg, der einführend die Sachlage aus Sicht der Gemeinde schilderte und die vergangenen Rechtsstreitigkeiten erläuterte. Alle Anwesenden seien von der ökologischen Sinnlosigkeit der momentan geplanten Maßnahmen überzeugt, teilte Christian Bergmann mit. Es blieben aber einige Fragestellungen unbeantwortet.


Vorhandener Durchlass
Warum nicht schon versuchsweise der vorhandene Durchlass im Sommerdeich geöffnet wurde, um sich über die Durchlassmengen und den Grad der Vernässung des Grodens zur Herstellung von Salzwiesen zu informieren, konnte nicht geklärt werden. Vor der Ausgleichsmaßnahme müsste das Sieltor geöffnet und festgestellt, aber nicht ausgebaut werden, so Christian Bergmann in der Pressemitteilung. Das müsste nach seinen Worten wegen der Brutvögel noch vor dem 29. Februar geschehen.

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„Besteht hier etwa die Gefahr, dass die Erkenntnis gewonnen wird, dass die vorhandenen Höhen innerhalb des Grodens niedrig genug sind und damit die unsinnigen, aber teuren und für Unternehmen lukrativen Baggerarbeiten wegfallen?“, fragt der Sozialdemokrat. Die Jahreszeit wäre für einen solchen Versuch noch ideal.






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